Ein Hoch auf die Ehrenamtlichen

Mit dem Behörden- und Kommissionsapéro zeigte sich der Gemeinderat Sarmenstorf bei all jenen Ehrenamtlichen erkenntlich, die sich in den Dienst der Dorfgemeinschaft stellen. Grossrätin Renate Gautschy stimmte in ihrem Referat ins Loblied ein.

Dankten den Mitbürgern für ihren Einsatz für die Allgemeinheit: Sarmenstorfs Gemeindeammann Bruno Winkler und Referentin Renate Gautschy stossen am Behörden- und Kommissionsapéro an.Foto: Fritz Thut
Dankten den Mitbürgern für ihren Einsatz für die Allgemeinheit: Sarmenstorfs Gemeindeammann Bruno Winkler und Referentin Renate Gautschy stossen am Behörden- und Kommissionsapéro an.Foto: Fritz Thut

Sie sind das Schmiermittel, das den ganzen kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Apparat im Dorf am Laufen hält: Das Heer der Ehrenamtlichen stellt sich für eine bescheidene Entschädigung oder gar Gottes Lohn in den Dienst der Allgemeinheit. Der Gemeinderat Sarmenstorf wollte es für einmal nicht bei einem feuchten Händedruck belassen und sagte den Freiwilligen mit einem opulenten Behörden- und Kommissionsapéro laut Danke.

Zwischen 50 und 60 Personen leisteten der erstmaligen Einladung des Gemeinderates in die Mehrzweckhalle Folge. Als speziellen Programmpunkt konnte Gemeindeammann Bruno Winkler den Anwesenden ein Referat von Renate Gautschy ansagen. Wenn es im Kanton Aargau jemanden gibt, der fundiert über die ehrenamtliche Gemeindearbeit berichten kann, ist es sicher die Wynentaler FDP-Grossrätin. Gautschy leitet nicht nur seit 2000 als Gemeindeammann die Geschicke von Gontenschwil, sondern sie präsidiert seit einigen Jahren auch die Gemeindeammännervereinigung des Kantons.

Gerade in letzter Funktion arbeite sie «intensiv mit der Regierung zusammen», plauderte Gautschy vor den Sarmenstorfern aus dem Nähkästchen. Viele kantonale Gesetze und Erlasse hätten direkte Auswirkungen auf die Arbeit auf Stufe Gemeinde.

Oft müssten die Gemeindeammänner hier einen wahren Spagat vollbringen: «Wir geraten zwischen Amboss und Polka», leistete sich die Referentin einen lustigen Versprecher.

Die Frage der Entschädigung

Nicht zuletzt dank einer gross angelegten Umfrage bei den Aargauer Gemeinden und den daraus gezogenen Schlüssen kam die Gemeindeammännervereinigung ins Gerede: Nicht überall goutiert wurde etwa die Forderung, die Gemeinderats-Entschädigungen seien massiv zu erhöhen. In einigen Gemeinden sind solche konkreten Vorhaben inzwischen schon gescheitert.

Renate Gautschy verteidigte die dadurch angestossene Diskussion: «In den letzten Jahrzehnten hat sich einiges verändert. Was man nicht wertschätzt, ist nichts wert.» Gerade in kleineren Gemeinden sieht die Referentin noch Handlungsbedarf. «Es hängt nicht alles vom Geld ab, aber alles hängt damit zusammen», hält Gautschy mit Blick auf die veränderten Lebensbedingungen, etwa der zunehmend mobileren Gesellschaft, fest.

Doch das Ehrenamt, auf welcher Stufe auch immer, hat seine positiven Seiten. «Chef-Sein ist ja auch etwas Schönes», so Gautschy: «Man kann enorm viel lernen in einem Amt.» Unser Milizsystem basiert auf dem Einsatz der Freiwilligen. «Ich hoffe, wir finden überall genügend Leute», blickte die Referentin in den Wahlherbst.

Vielleicht lockt als Zusatzlohn nicht nur in Sarmenstorf ein schöner Apéro mit einem motivierenden Referat.

Weitere Artikel zu «Seetal-Lindenberg», die sie interessieren könnten

Ruhe und Hitzepause der Schar auf dem Weg zum Lagerplatz Sigigen.Foto: Levin Seitz
Seetal-Lindenberg15.07.2026

Vom Piratencamp bleiben Erinnerungen und Fotos

Sarmenstorf Das Piratencamp, das Zeltlager der Jubla Sarmenstorf, ist bereits programmgemäss abgebrochen und top aufgeräumt worden. Am heutigen Donnerstag ist…

Der Container auf dem Pausenplatz der Schule Meisterschwanden.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg15.07.2026

Oberes Seetal plant neue Form der Jugendarbeit

Oberes Seetal Die offene Jugendarbeit im Oberen Seetal ist beendet. Die Gemeinden arbeiten bereits an einem neuen Konzept – eine Übergangslösung mit…
Die First Responder Oberes Seetal sind die schnelle Voraushut für die nachrückenden Rettungssanitäter. Hier zu sehen: Micaela Saeftel, Mario Steiner, Lena Kramis, Ruth Gutknecht und Sibylle Baumann.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg08.07.2026

Erste Hilfe in Rekordzeit

Oberes Seetal Die First Responder Oberes Seetal agieren seit fünf Jahren in Fahrwangen, Bettwil und Meisterschwanden. Künftig werden neue Helfende gesucht.