Ein Buch schreiben ist Fleissarbeit

Diesen Monat erscheint Anna Hitz’ Debütroman «Der Schwindel». An der Vernissage am 18. Februar in Seon wird sie ihr Werk vorstellen.

Schreibt bereits am zweiten Buch: Schriftstellerin Anna Hitz aus Beinwil am See, Autorin von «Der Schwindel».Foto: LH
Schreibt bereits am zweiten Buch: Schriftstellerin Anna Hitz aus Beinwil am See, Autorin von «Der Schwindel».Foto: LH

Im Moment ist Anna Hitz nervös. Einerseits wegen der kommenden Vernissage am 18. Februar in Seon, andererseits, weil ihr erstes Buch dann auf den Markt kommt.

Das ist aufregend, weil sie nicht weiss, wer das Buch lesen wird und weil sie hofft, dass es den Leuten gefällt. So viele gute Bücher liegen in den Buchläden auf, wird sich ihr Buch da durchsetzen können? Solche Fragen geistern der jungen Frau, die mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn in Beinwil am See wohnt, im Kopf herum.

Dabei hat Hitz schon eine grosse Hürde genommen: Sie hat einen Verlag gefunden, der ihren Debütroman «Der Schwindel» herausbringen wird. Und der Zytglogge-Verlag aus Basel ist erst noch renommiert. Trotzdem kann ihr niemand sagen, ob ihr Buch ein Erfolg wird. Es sei wie auf dem Aktienmarkt, erklärt Hitz, manche Bücher boomen, andere nicht.

Betrug als Inspiration

Bereits als Kind wusste Hitz, dass sie Schriftstellerin werden wollte. Sie habe zu schreiben probiert, habe dann aber festgestellt, dass es nicht so einfach sei. Es sei schwierig gewesen, sich gute Geschichten auszudenken.

Lange hat sie dann intuitiv geschrieben, ohne Angst, nur für sich. Irgendwann hat sie damit begonnen, ihre Geschichten zu konstruieren, sie zusammenzusetzen. Als Jugendliche hat sie angefangen, Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Nach ihrem abgeschlossenen Germanistikstudium bewarb sie sich für den Lehrgang literarisches Schreiben der Höheren Fachschule für Sprachberufe SAL in Zürich.

Dort lernte sie viel Theoretisches, aber auch Praktisches. Schliesslich machte sie sich ans Verfassen ihrer Diplomarbeit, aus der ihr Erstlingswerk entstanden ist. Die Idee dazu kam ihr, weil ihr ein Bekannter erzählte, er sei Opfer eines Kreditkartenbetrugs geworden. Hitz fragte sich, wie es möglich sei, dass jemand einfach auf Kosten eines anderen leben könne, und wie weit man überhaupt ohne eigene Mittel käme. Daraus entwickelte sich ihre Hochstaplergeschichte.

Etwa ein Jahr dauerte es von der Idee bis zum fertigen Buch. Jeden Tag setzte sich Hitz an den Computer, manchmal schrieb sie viel, manchmal nur einen Satz. Es sei wie ganz normale Arbeit gewesen, sagt Hitz. Denn Schreiben sei sowieso Fleissarbeit und vor allem auch Übungssache.

Am nächsten Sonntag, 18. Februar, stellt Anna Hitz ihren Debütroman an der Vernissage in der «Konservi» in Seon vor. Dabei wird sie aus ihrem Buch lesen und Exemplare signieren.

Am 13. April hält sie eine Lesung in der Wyna-Buchhandlung in Reinach. Am 30. Mai ist Hitz dann für eine Lesung im Löwensaal Beinwil am See zu Gast. Bereits schreibt Hitz an ihrem Zweitwerk. Eines ist dabei schon klar: Es wird in Beinwil am See spielen.

Vernissage «Der Schwindel» von Anna Hitz. Sonntag, 18. Februar, 11 Uhr, «Konservi», Seon, Seetalstrasse 2.

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