Die Sternsinger, die nicht singen durften

Seon Die Coronapandemie machte auch vor den beliebten Sternsingern in Seon nicht Halt. Die für einmal kleinen Gruppen durften trotz Mundschutz nicht singen. Doch sie liessen sich für ihre Auftritte was einfallen.

In der Kirche Seon: Die Sternsinger beten mit den Gläubigen. Foto: Thomas Hostettler
In der Kirche Seon: Die Sternsinger beten mit den Gläubigen. Foto: Thomas Hostettler

Vom 5. bis 7. Januar waren in den sieben Gemeinden der Pfarrei Seon die Sternsinger in zwei kleinen Gruppen unterwegs. Heuer unterschied sich das bewilligte Auftreten der Sternsinger markant vom traditionellen Bild.

Katechetin Lydia Furrer als Koordinatorin erstellte das erforderliche Schutzkonzept. Alle Gruppenmitglieder trugen Masken und es durfte nicht gesungen werden. Die Lieder waren aus einem mobilen Gerät mit Box zu hören, begleitet von Klanghölzern.

Die Auftritte fanden dabei ausschliesslich im Freien statt. Kein warmes Getränk und kein Aufwärmen in Stuben. Selbst Gold, Weihrauch und Myrrhe fehlten. Die Sternsinger beteten den Segen und befestigten den Aufkleber mit den Segenszeichen an die jeweiligen Haustüren.

Ebenfalls ein Novum: Die Spenden wurden mit der Spendendose am Stock eingesammelt. Die sinnvolle Aktion stand dieses Jahr unter dem Motto «Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit».

Hoffnung und Lichtblicke gebracht

Eine der beiden Sternsingergruppen bereicherte am vergangenen Sonntag den Gottesdienst in der Kirche. Seelsorger Gerhard Ruff erbat den Segen für sie und er sandte sie aus.

Wie damals die Weisen aus dem Morgenland machten sich die Sternsinger auf, um das Heil der Welt im neugeborenen Sohn zu finden. Und Gerhard Ruff betete weiter: «Begleite und stärke sie auf ihrem Weg. Öffne die Herzen der Menschen, denen die Sternsinger deinen Segen bringen.»

Bereits im Vorfeld durfte Katechetin Lydia Furrer die frohe Erwartung und Vorfreude der Leute, die besucht werden, spüren.

Coronabedingt galt es, die erforderlichen Abstände einzuhalten. Trotzdem gelang es den Gruppen, den Besuchten nahe zu sein und in die Familien sowie bei Alleinstehenden und Einsamen Freude in die Häuser und Wohnungen zu bringen. In der Coronazeit doppelt wichtig.

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