Die Steinzeitwerkstatt Boniswil auf Sendung in «landuf, landab»

Ein unerreichter Meister seines Fachs: Max Zurbuchen in der Steinzeitwerkstatt in Boniswil. Foto: Pascal Meier
Ein unerreichter Meister seines Fachs: Max Zurbuchen in der Steinzeitwerkstatt in Boniswil. Foto: Pascal Meier

In der zweiten Augustwoche wird das Team der Sendung «landuf, landab» des TV-Senders Sat 1 mit Nicole Bircher in der Steinzeitwerkstatt Boniswil zum Interview und zur Demonstration jungsteinzeitlicher Werkzeugherstellung des unermüdlichen, 74-jährigen Max Zurbuchen erwartet. Seit bald 45 Jahren ist er mittlerweile unerreichter Meister seines Fachs und plädiert immer wieder auf authentische Werkzeugherstellung.. Es kommt also ausschliesslich Hirschgeweih oder höchstens Silex (Feuerstein) zur Fertigung von Steinbeilen infrage. Kupfer ist verpönt, da es erst später hergestellt wurde und so überhaupt nie in Grabungen gefunden wurde. Die Ausstrahlung der Sendung ist am Mittwoch, 6. September und Freitag, 8. September um 19.55 Uhr vorgesehen.

Spannende Exkursionen

Seit der Gründung des Fördervereins vor drei Jahren verfügt Zurbuchen über einen umsichtigen Vorstand und über 70 zahlende Vereinsmitglieder. Dazu gehört eine spezielle Kategorie, nämlich der «200er Club», dessen Mitglieder zweimal im Jahr in den Genuss einer speziellen archäologischen oder auch geologischen Besichtigung kommen. In den letzten Jahren waren dies unter anderem Exkursionen zu den beiden Grabhügeln um Seon oder zum vor 10000 Jahren verlandeten Bünzersee, ins Wauwilermoos oder in diesem Frühling zum von ihm entdeckten Silex-Bergwerk an den Lägern. Im Juni letzten Jahres besuchte ein gutes Dutzend die Ausstellung «4000 Jahre Pfahlbauten» im Kloster Schussenried und dem Federseemuseum Bad Buchau in Deutschland, nördlich des Bodensees. Dieses Jahr wird die Exkursion am Wochenende vom 9./10 September zu jungsteinzeitlichen Megalithgräbern und Stelen am Neuenburgersee (einschliesslich Museum Laténium und Pfahlbaudorf Gletterens) führen. Die Leitung hat der Seenger Archäologe und Vorstandsmitglied Othmar Wey, welcher letztes Jahr auch zu den Fundstellen der Pfahlbauten am Burgäschisee geführt hatte. Er leitet diese Ausgrabungen im Auftrag der Uni Bern.

Neue Öffnungszeiten

Neben einer neuen Aussenanschrift, zwei neuen Wegweisern im Kreisel von Boniswil und einem neuen attraktiven Plakat, welches auf allen Schiffstegen rund um den Hallwilersee auf die Steinzeitwerkstatt aufmerksam macht, findet man alle interessanten Angaben auf der vereinseigenen Homepage www.steinzeit-live.ch. Die Institution ist neuerdings jeden ersten Sonntagnachmittag im Monat geöffnet (nächstes Mal am Sonntag, 6. August) und kann auch für Schulklassen, Vereinsanlässe, Firmenjubiläen oder Geburtstage mit Führung (auch zum Pfahlbauhaus in Seengen) und Apéro gebucht werden.

Weitere Artikel zu «Seetal-Lindenberg», die sie interessieren könnten

Ruhe und Hitzepause der Schar auf dem Weg zum Lagerplatz Sigigen.Foto: Levin Seitz
Seetal-Lindenberg15.07.2026

Vom Piratencamp bleiben Erinnerungen und Fotos

Sarmenstorf Das Piratencamp, das Zeltlager der Jubla Sarmenstorf, ist bereits programmgemäss abgebrochen und top aufgeräumt worden. Am heutigen Donnerstag ist…

Der Container auf dem Pausenplatz der Schule Meisterschwanden.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg15.07.2026

Oberes Seetal plant neue Form der Jugendarbeit

Oberes Seetal Die offene Jugendarbeit im Oberen Seetal ist beendet. Die Gemeinden arbeiten bereits an einem neuen Konzept – eine Übergangslösung mit…
Die First Responder Oberes Seetal sind die schnelle Voraushut für die nachrückenden Rettungssanitäter. Hier zu sehen: Micaela Saeftel, Mario Steiner, Lena Kramis, Ruth Gutknecht und Sibylle Baumann.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg08.07.2026

Erste Hilfe in Rekordzeit

Oberes Seetal Die First Responder Oberes Seetal agieren seit fünf Jahren in Fahrwangen, Bettwil und Meisterschwanden. Künftig werden neue Helfende gesucht.