Die grosse Rückkehr des Tea Rooms

Seengen Neuer Treffpunkt an der Seenger Poststrasse: Mit dem Abschluss der Erweiterungsarbeiten bietet die Bäckerei Hächler wieder einen klassischen Tea Room an.

Lithografie als Geschenk: Gemeindeammann Jörg Bruder und Daniel Hächler. Foto: Fritz Thut

Lithografie als Geschenk: Gemeindeammann Jörg Bruder und Daniel Hächler. Foto: Fritz Thut

Bäckerfamilien im neuen Tea Room: Max und Heidi Hächler, Daniel Hächler und Partnerin Stefanie und Sohn. Foto: Fritz Thut

Bäckerfamilien im neuen Tea Room: Max und Heidi Hächler, Daniel Hächler und Partnerin Stefanie und Sohn. Foto: Fritz Thut

Daniel Hächler verkörpert die sechste Generation einer Bäckerdynastie. Vor sieben Jahren hat er die Betriebsleitung der Bäckerei an der Poststrasse von seinen Eltern Max und Heidi Hächler übernommen – und seither Um- und Ausbaupläne gewälzt. Mit der offiziellen Eröffnung im Beisein von Planern, Behörden und Nachbarn wurde der Abschluss dieses Meilensteins des am 4. März 1875 im Nachbarhaus gegründeten Betriebs gefeiert.

Seit dem Montag dieser Woche ist der neu gestaltete Laden für die Kunden zugänglich. Von grösserer Bedeutung ist jedoch eine andere Novität. Dort wo früher das als Reminiszenz übernommene Tor der ehemaligen Scheune die Fassade zierte, befindet sich nun die Fensterfront des neu geschaffenen Tea Rooms.

Dabei handelt es sich um ein veritables Comeback. Als die Bäckerei Hächler noch an der Poststrasse 6 Brot und Patisserie anbot, gab es im Hinterraum einen klassischen Tea Room. Mit der Dislokation an die Poststrasse 4 im Jahr 1987 verschwand die Einrichtung. «Obwohl ich den alten Tea Room nicht mehr mitbekam, war für mich klar, dass ich ihn mit dem Umbau wieder beleben wollte», sagt der 1988 geborene Daniel Hächler.

Der neue Tea Room ist heimelig-modern eingerichtet. Hier kann man nachhaltig angebauten und fair importierten Kaffee aus Peru oder im Seetal abgepackten Tee trinken. Am besten geniesst man dazu ein Sandwich, einen Salat oder ein Gebäck. «Tagesteller gibt es nicht; wir haben eben ein klassisches Tea-Room-Angebot», so der Inhaber.

Handwerk, Tradition, Herzblut

Der Tea Room und der neue Laden sind bei diesem millionenteuren Umbau nur die Spitze des Eisbergs. Kernstück ist die neue Backstube, die mehr als doppelt so gross ist wie ihre Vorgängerin. Wie Daniel Hächler den Eröffnungsgästen verriet, werde man sich auch in den neuen, mit allen modernen Einrichtungen ausgerüsteten Räumen weiter an den Begriffen «Handwerk, Tradition und Herzblut» ausrichten. Das Augenmerk gilt dabei nicht nur der Qualität der Produkte, sondern den Arbeitsbedingungen. Zusammen mit dem Filialbetrieb in Gränichen sind bei der Bäckerei Hächler 34 Mitarbeiter mit einem Pensum von 25 Vollstellen beschäftigt.

Lob für die Qualität gabs bei der Einweihung auch von Gemeindeammann Jörg Bruder, der als Gerschenk eine Seenger Lithografie überreichte: «Ich bin ein grosser Fan der Hächler-Produkte und habe nun eine besondere Freude am neuen Tea Room, der bei vielen Bewohnern schöne Erinnerungen an früher weckt.»

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