Der mobile Dorfladen ist unterwegs

Sorgen in Sarmenstorf für Hauslieferungen für Mitglieder der Risikogruppen: Sylvia und Fabio Fragapane ...

Sorgen in Sarmenstorf für Hauslieferungen für Mitglieder der Risikogruppen: Sylvia und Fabio Fragapane ...

... Julia Baur ...

... Julia Baur ...

... Lea Baur ...

... Lea Baur ...

... und Desirée Remle. Fotos: Mathias Schiesser

... und Desirée Remle. Fotos: Mathias Schiesser

Sarmenstorf: Mitglieder der Risikogruppen sollten unbedingt zu Hause bleiben. Doch wer besorgt dann die Einkäufe? In Sarmenstorf bieten der Verein Nichten & Neffen, die Bäckerei Ruckli und die örtliche Denner-Filiale in Zusammenarbeit mit der Gemeinde gemeinsam Nachbarschaftshilfe.

Es begann mit einem Eintrag auf dem digitalen Dorfplatz (Crossiety). «Mitglieder vom Verein Nichten & Neffen haben angeboten, Einkäufe für jene zu übernehmen, die zur Risikogruppe gehören und zu Hause bleiben müssen», schildert Josefine Krumm, eine der Gründerinnen.  Schnell war die Bäckerei Ruckli mit im Boot. 

Mit Unterstützung der Gemeinde

Und es dauerte nicht lange, klingelte Josefine Krumms Telefon: am Apparat Gemeindeammann Meinrad Baur. «Ich schätze die Plattform und verfolge die Meldungen darum so regelmässig wie möglich.» Als er den Beitrag von «Nichten & Neffen» gelesen habe, sei für ihn klar gewesen: Hier hilft die Gemeinde mit. «Ich habe Lebensmittelhändler in der Gemeinde kontaktiert und freue mich über die umgehende Zusage von Denner. Alle Produkte werden in der Gemeinde besorgt, so unterstützen wir gleichzeitig das lokale Gewerbe.»

Anfang Woche hat der mobile Dorfladen Fahrt aufgenommen. Und so funktionierts: Montag oder Donnerstag kann jeweils bis spätestens 15 Uhr unter der Telefonnummer 056 661 12 59 bestellt werden. «Selbstverständlich geht das auch per Mail an info@beckruckli.ch», ergänzt Meinrad Baur. 

Die Auslieferung erfolgt dienstags oder freitags zwischen 14 und 18 Uhr durch «Nichten & Neffen» an die Haustür. Josefine Krumm betont: «Unsere Nichten und Neffen sind keine Kinder, wie man vielleicht aufgrund des Vereinsnamens annehmen könnte. Es sind junge Erwachsene. Sie wissen um das richtige hygienische Verhalten, um sich und andere zu schützen.» 

Die Bestellenden wissen von der Bäckerei, was die Lieferung kostet. Der Geldbetrag liegt im Couvert im Milchkasten. Die liefernden «Nichten & Neffen» stellen die Papiertüte vor der Tür ab, klingeln, treten zurück, warten bis die Lebensmittel entgegengenommen wurden und geben am Abend die Couverts mit den Geldbeträgen bei der Bäckerei Ruckli ab.

«Es wird kein Bargeld in die Hand genommen.» Keiner wisse, wie gross die Nachfrage sein werde. «Wichtig ist uns, die Kräfte für die Hilfe zu bündeln», sind sich die Beteiligten einig.

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