Der lange Weg des Lindenplatzes

Sarmenstorf Geduld war gefragt, bis der neu «möblierte» Lindenplatz in Sarmenstorf eingeweiht werden konnte. Nun war es so weit.

Was lange währt … Der neu gestaltete Lindenplatz in Sarmenstorf wurde eingeweiht.Foto: Alexander Studer

Was lange währt … Der neu gestaltete Lindenplatz in Sarmenstorf wurde eingeweiht.Foto: Alexander Studer

Lange Leidensgeschichte: Ansprache von Gemeindeammann Meinrad Baur. Foto: Alexander Studer

Lange Leidensgeschichte: Ansprache von Gemeindeammann Meinrad Baur. Foto: Alexander Studer

Gemeindeammann Meinrad Baur ging in seiner Ansprache auf die diversen Probleme ein, die während der Neugestaltung reihenweise auftauchten.

2018 sagte die Bevölkerung Ja zu einem Projekt in der Höhe von 410000 Franken. 2020 wurde das Geschäft mit einem Kreditantrag von 757000 Franken vom Souverän abgelehnt.

In der Folge arbeitete eine Kommission ein neues Lindenplatz-Projekt mit weniger Kosten aus. 2021 wurde ein Kredit von 498500 Franken bewilligt, das Baugesuch lag auf und keinerlei Einsprachen sind eingegangen.

Knochenfunde, mieses Wetter

Nach dem Theater wollte man direkt mit dem Umbau beginnen. Leider riefen Knochenfunde den Kantonsarchäologen auf den Platz. Die Funde stellten sich als Rinder- und Schweineknochen heraus.

Schlechtes Material, das im Labor untersucht werden musste, verzögerte die Weiterführung der Arbeiten. Darauf folgte der Wintereinbruch und die Fertigstellung musste hinausgeschoben werden. Eine Expertise des Platzes wurde erstellt und an der nächsten Gemeindeversammlung darüber informiert.

Der einzige Bereich, welcher noch nicht realisiert wurde, ist der Teil unter den Linden. Leider musste eine Linde gefällt werden; zum 850-Jahr-Fest wird jedoch wieder eine gesetzt.

Als wäre es nicht genug, wie Baur erwähnte, ist das Bushäuschen auf der Ostseite eingebrochen. Ein Hohlraum darunter hat dies verursacht, das Problem ist erkannt und der Hohlraum wird nächstens mit Kies aufgefüllt.

Eine halbe Stunde ist gratis

An der Ein- und Ausfahrt wird sich nichts ändern. Bei der Bäckerei Ruckli Einfahrt, beim Augustin-Keller-Weg Ein- und Ausfahrt. Parkplätze auf gekiestem Untergrund, rechte Reihe für Kunden von Ruckli, zwei Parkplätze für Elektroautos, hier wird mit Strom abgerechnet. Eine halbe Stunde ist gratis, dann 1 Franken pro Stunde.

Architekt Stefan Hegi berichtete zum Schluss über die Möglichkeiten der Gestaltung des neuen Platzes. So sind drei Ruhebänke an Ort und Stelle und laden zum Verweilen ein. Rückenlehnen kommen noch dazu und eventuell ergibt sich die Möglichkeit, sich beim Pétanquespiel auf dem Platz mit Gleichgesinnten zu messen.

Nach einer langen Odyssee hatten die Besucher Zeit, sich am neuen Festplatz Sarmenstorfs zu erfreuen. Die von der Gemeinde offerierten Getränke und Würste trugen ebenfalls zur guten Laune bei. Der neue Platz im Zentrum des Dorfes ist angekommen.

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