Das Wasser stand im Mittelpunkt
«Zwei Seen, ein Tal» war das Thema der Podiumsdiskussion anlässlich der 3. Seetalkonferenz in der «Seerose» Meisterschwanden.

Nach der Begrüssung von Gabi Lauper Richner, Präsidentin KEK Seetal, und Ueli Haller, Gemeindepräsident Meisterschwanden, konnten die über 100 Teilnehmer interessanten Referaten rund um das Thema «Das Potenzial unserer Seen» lauschen. Die Gesundung des Baldegger- und vor allem des Hallwilersees war denn auch eine Feststellung von Philippe Baltzer, Leiter Abteilung Umwelt BVU Aargau, der im Namen beider Kantone sprach. Dieser Verbesserung ging eine vorbildliche und kontinuierliche Zusammenarbeit der betroffenen Kantone voraus.
Riesenprojekt ARA Seetal vorgestellt
Reto von Schulthess vom Ingenieurunternehmen Hollinger präsentierte das Projekt ARA Seetal. Läuft alles optimal, sollen bis im Jahr 2035 alle Abwässer zwischen Hochdorf und Wildegg zentral gereinigt werden. In der Studie geht man von einer Bevölkerungszahl von 180000 in dieser Region aus, wie von Schulthess erwähnte. Grössere Anlagen sind wirksamer als kleinere.
Die Zusammenfassung der vier bisherigen ARA im Aargau und Luzern an einem gemeinsamen Ort ergibt ein enormes Einsparungspotenzial. Gemäss von Schulthess sind bis im Jahr 2070 Einsparungen von rund 120 Millionen Franken vorgesehen. Die Kosten für dieses Mammutprojekt dürften sich auf rund 180 Millionen Franken belaufen. Eine Trägerschaft muss zudem noch gefunden werden, es gibt also noch einiges zu tun bis zur Inbetriebnahme der ARA Seetal.
Im Anschluss daran referierte Stephan Marty, CEO «ewl (energie wasser luzern), über die vielfältige Nutzung des Vierwaldstättersees als Trinkwasser-, Wärme- und Kältelieferant. Beim anschliessenden Podiumsgespräch unter der Leitung von Diego Yanez herrschte unter den Teilnehmern grosse Einigkeit. «Sorge tragen zur Natur», diesem Votum von Marleen Schäfer, Projektleiterin Pro Natura, schlossen sich Felix Suhner vom Seerose Resort & Spa und René Bossard, Präsident Seetaltourismus, an. Die einmalige Landschaft solle und müsse geschützt und nicht Opfer vermehrter Aktivitäten rund um den See werden. Eine hohe Wirtschaftlichkeit sei nicht das primäre Ziel. Dieser Aussage Bossards konnten sich alle Teilnehmer anschliessen.



