Das Ende des Burgturmparks
Post- und Schulstrasse in Seengen sollen neu gestaltet werden: Das vorgesehene Betriebs- und Gestaltungskonzept kam an einer Orientierung gut an.

Die am Kreuzplatz rechtwinkligzueinanderstehenden Post- und Schulstrasse im Zentrum von Seengen bedecken aktuell Infrastrukturleitungen, die weit über 100-jährig sind. Weil auch die Beläge Schäden aufweisen, sollen die beiden zusammen 700 Meter langen Kantonsstrassenabschnitte umfassend saniert werden.
An einer gut besuchten Orientierungsversammlung Anfang Woche wurde das von Kanton, Gemeinde, Planern und einer breit abgestützten Begleitgruppe erarbeitete Betriebs- und Gestaltungskonzept der Bevölkerung präsentiert. Marius Büttiker vom kantonalen Baudepartement erläuterte zuerst die Zielsetzungen: Nicht nur der motorisierte Individualverkehr, sondern vor allem der öffentliche und der Langsam-Verkehr sollen profitieren. Auch raumplanerische Aspekte würden berücksichtigt.
Bus und Park werden verschoben
David Burkhard, der vom Büro Metron zugezogene Planer, zeichnete die bisherigen Arbeitsschritte und das Ergebnis, eben das Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK), nach. Bei der Ist-Analyse hat sich gezeigt, dass die Frequenzen mit 3000 bis 4500 Fahrzeugen pro Tag «keine grosse Belastung» darstellen.
Die gemessenen Durchschnittsgeschwindigkeiten (44 und 47 Kilometer pro Stunde) und die Unfallzahlen (14 in5 Jahren mit total 5 Leichtverletzten) zeigten auf, dass es keine Schwerpunkte mit dringendem Verbesserungspotenzial gibt. Als Folge dieser Ausgangslage sieht das vorgelegte BGK keine rigorosen Massnahmen vor – wie im Vorfeld von einigen Anwohnern und Gewerblern befürchtet wurde.
Die Schulstrasse erhält auf der Südseite einen markierten, 1,5 Meter breiten Velostreifen. Um den geforderten Erhalt von mindestens gleich viel Parkplätzen zu erreichen, werden zusätzliche Felder vor der Mehrzweckhalle markiert und anstelle des heutigen Burgturmparks wird eine Mehrzweckfläche installiert. Was mit dem dort platzierten grossen Findling passieren soll, wird erst die jetzt einsetzende konkrete Planung zeigen.
Baustart frühestens 2020
An der Poststrasse sollen die beiden teilweise auf der Fahrbahn liegenden Bushaltestellen wegfallen respektive verschoben werden. Mit der Realisierung des Landi-Parks soll der Bus-Stopp Richtung Süden in eine Bucht vor der heutigen Landi und jene Richtung Norden in eine Bucht an der Hubpüntstrasse verschoben werden. Die Einmündung in den Kreuzplatz soll nach Osten verlegt werden, damit man mehr Platz fürs Trottoir vor dem «Rebstock» erhält.
Die geringe Resonanz auf die Präsentation lässt vermuten, dass die Planer auf dem richtigen Weg sind und das Projekt nun konkretisieren können. Schon an der Herbstgmeind soll über den Seenger Beitrag entschieden werden. Mit dem Baustart wird allerdings frühestens im Jahr 2020 gerechnet.



