«Chilchmatt» als Wohnpark in Leutwil

In Leutwil liegen bis zum 25. September der Gestaltungsplan «Chilchmatt» und die Einleitung der Baulandumlegung auf. Damit wird das letzte zusammenhängende, unerschlossene Baugebiet der Baureife zugeführt.

Bald baureif? Das Gebiet Chilchmatt in Leutwil. Foto: Fritz Thut

Bald baureif? Das Gebiet Chilchmatt in Leutwil. Foto: Fritz Thut

Westlich der Hauptstrasse: Areal Chilchmatt (schwarz umrandet).

Westlich der Hauptstrasse: Areal Chilchmatt (schwarz umrandet).

Geduld bringt Rosen, für Leutwil in der «Chilchmatt» ein neues Wohnquartier, das gut und gerne die Bezeichnung Wohnpark verdienen würde. Eine Fernsicht in die Alpen, wie in der Winterhalde, ist zwar verwehrt. Doch in welchem Dorf findet sich eine Wohnlage mitten im Zentrum neben der Kirche, dem Schulhaus, der Mehrzweckhalle, der Bushaltestelle, gelegen am Bauzonenrand, am Waldrand und neben einem Bach. Im Winter können gleich vor der Haustür die Langlauf-Ski angeschnallt werden.

Erste Bemühungen der Grundeigentümer, die der Dorfzone zugeordnete Fläche von knapp zwei Hektaren baureif aufzubereiten, scheiterten Mitte der 1990er-Jahre. Die Gründe sind nachvollziehbar: Schwierige verkehrsmässige Erschliessung, Topografie mit ihrer Hang- und Muldenlage, Wald- und Gewässerabstand sowie die unterschiedlichen Interessen der Grundeigentümer.

Die «Chilchmatt» ist mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt. Am 25. November 2011 bewilligte die Einwohnergemeindeversammlung einen Verpflichtungskredit von 25000 Franken für diese Gestaltungsplanung. Doch die Vielzahl der Fragen erforderte einen weiteren Kredit von 90000 Franken.

Der Auftrag für die Planung wurde dem Ingenieurbüro Ackermann + Wernli AG, Aarau, übertragen. Beigezogen wurden ein Architekturbüro und ein Grünplaner. Der Gemeinderat liess das Planwerk mehrfach den Grundeigentümern vorlegen. Mit ihnen wurden zudem Einzelgespräche geführt.

Hoffen auf Familien mit Kindern

Angestrebt wurden eine verdichtete Bauweise und eine vorteilhafte Eingliederung der Bauten in die Topografie und ins Ortsbild. Die Erschliessung für den motorisierten Verkehr erfolgt ab der Dorfstrasse. Die Sondernutzungsvorschriften regeln die Bauweise in den sieben Baufeldern und die Umgebungsgestaltung. Eingriffe in das bestehende Gelände sollen weitestgehend unterbleiben und die Grünflächen sollen eine hohe ökologische Qualität aufweisen. Die Energieeffizienz hat erhöhte Anforderungen zu erfüllen.

Die Form der Grundstücke eignet sich nicht für die geplante Überbauung. Eine Baulandumlegung ist unabdingbar. Beteiligt sind elf Grundeigentümer. Das Planwerk präsentiert sich nunmehr auflagereif. Der Gestaltungsplan «Chilchmatt» und die Einleitung der Baulandumlegung liegen bis zum 25. September öffentlich auf. Die Behörde hofft, dass die 40 bis 50 Wohneinheiten einst vor allem von Familien mit Kindern bewohnt werden.

Weitere Artikel zu «Seetal-Lindenberg», die sie interessieren könnten

Ruhe und Hitzepause der Schar auf dem Weg zum Lagerplatz Sigigen.Foto: Levin Seitz
Seetal-Lindenberg15.07.2026

Vom Piratencamp bleiben Erinnerungen und Fotos

Sarmenstorf Das Piratencamp, das Zeltlager der Jubla Sarmenstorf, ist bereits programmgemäss abgebrochen und top aufgeräumt worden. Am heutigen Donnerstag ist…

Der Container auf dem Pausenplatz der Schule Meisterschwanden.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg15.07.2026

Oberes Seetal plant neue Form der Jugendarbeit

Oberes Seetal Die offene Jugendarbeit im Oberen Seetal ist beendet. Die Gemeinden arbeiten bereits an einem neuen Konzept – eine Übergangslösung mit…
Die First Responder Oberes Seetal sind die schnelle Voraushut für die nachrückenden Rettungssanitäter. Hier zu sehen: Micaela Saeftel, Mario Steiner, Lena Kramis, Ruth Gutknecht und Sibylle Baumann.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg08.07.2026

Erste Hilfe in Rekordzeit

Oberes Seetal Die First Responder Oberes Seetal agieren seit fünf Jahren in Fahrwangen, Bettwil und Meisterschwanden. Künftig werden neue Helfende gesucht.