«Casa Hubpünt» ist im Fahrplan

Das Seenger Seniorenzentrum «Casa Hubpünt» nimmt programmgemäss Form an: Im Oktober wird eingeweiht; seit dieser Woche können Interessenten bereits Reservationen vornehmen.

Schon bald Realität: Das Seenger Seniorenzentrum «Casa Hubpünt» in einer Visualisierung. Foto: zvg
Schon bald Realität: Das Seenger Seniorenzentrum «Casa Hubpünt» in einer Visualisierung. Foto: zvg

Das Interesse an einem Seniorenzentrum im eigenen Dorf hat in Seengen nicht nachgelassen: Rund 100 Personen liessen sich in der Mehrzweckhalle über den Baufortschritt, das weitere Programm und vor allem die Pensionspreise informieren.

Nachdem Udo Minneker, Verwaltungsratspräsident der Bauherrin Seniorenzentrum Hubpünt AG, das Publikum begrüsst und Gemeindeammann Jörg Bruder als AG-Vizepräsident die bisherige Geschichte des Projekts geschildert hatte, präsentierte Guido Reber, der Geschäftsführer der Betreiberfirma Sensato AG, detailliert Informationen über das Angebot und die Wohnanlage.

Die «Casa Hubpünt» umfasst total 40 Wohnungen und 26 Einer-Pflegezimmer. Mit der nun auf die Zielgerade einbiegenden Realisierung wird ein seit langem geäusserter Wunsch in Teilen der Bevölkerung in die Realität umgesetzt. Bereits 1993 hat die Einwohnergemeinde mit dem nötigen Weitblick das erforderliche Bauland erworben. Nach einem ersten fehlgeschlagenen Versuch beschloss die Gemeindeversammlung 2013, die Gemeinde mit 2,5 Millionen Franken an der Trägerschaft zu beteiligen und das Bauland im Baurecht abzutreten.

2015 wurde das Baugesuch eingereicht und ein Jahr darauf erfolgte der Spatenstich. Der Rohbau ist inzwischen abgeschlossen; als fixer Betriebsbeginn ist der 1. Oktober festgelegt.

Von 2440 bis 4060 Franken

Von der Planung, via Bau gehts nun zügig Richtung Betrieb. In anschaulicher Weise schilderten Sensato-Geschäftsführer Reber und Jürg Schwager, Geschäftsleiter des «Casa Güpf» in Wohlen und designierter Geschäftsleiter der «Casa Hubpünt», die Ausstattung der Wohnungen und einen möglichen Tagesablauf im künftigen Seniorenzentrum.

Die 32 Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen kosten bei einer Grösse von 59 Quadratmetern durchschnittlich 2850 Franken. Bei diesem Pensionspreis macht der reine Mietpreis etwa die Hälfte aus. Die zusätzlichen Kosten beinhalten die speziellen Vorkehrungen und umfassen zudem alle Neben-, Heiz- und Stromkosten sowie weitere Gebühren, Veranstaltungen im Hause, das Sicherheitspaket wie Notruf und Brandmeldeanlage sowie das lebenslange Wohnrecht in der «Casa Hubpünt». Zusammen mit den acht Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche von 75 Quadratmetern ergibt sich eine Bandbreite bei den Pensionspreisen von 2440 bis 4060 Franken.

Die Kosten in den Pflegezimmern berechnen sich aus drei Elementen: Grundtaxe (150 Franken Tag für Raum, Vollpension und Nebenkosten), Betreuungstaxe (62 Franken pro Tag) und individuelle Pflegetaxe.

«Wartelisten sind vorbei»

In der anschliessenden Diskussion kamen aus dem Publikum zahlreiche Fragen aus verschiedensten Bereichen. Ob man sich denn auch auf eine Warteliste setzen lassen könne, wurde gefragt. «Wartelisten sind eigentlich vorbei», hielt Guido Reber fest; man handle da heute «sehr situativ».

Immerhin können sich seit dieser Woche Interessenten ihre Wunschwohnung schon definitiv reservieren. Für Zaudernde gibt es wohl ab Mai eine Musterwohnung zu besichtigen.

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