Bettwil revidiert Ortsplanung
Der Gemeinderat Bettwil lädt die Bevölkerung ein, sich am Mitwirkungsverfahren für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland zu beteiligen. Die Möglichkeit kann bis zum 5. Mai genutzt werden.

Als das Planerteam Thomas Meier/Susanne Hagedorn die Revision der Bettwiler Ortsplanung anpackte, hatte es das Leitbild vor Augen. Der ländliche Charakter und die überschaubare Grösse sollen erhalten bleiben. Angestrebt wird eine hohe Lebensqualität, Familienfreundlichkeit und Wohnraum für alle Generationen. Überhaupt darf sich das Dorf in einer komfortablen Situation fühlen. Es weist für eine Gemeinde dieser Grösse eine gute Versorgung auf. Kindergarten, Schule, Gemeindeverwaltung und Kirche sind am Ort vorhanden.
Der Volg-Laden deckt die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs ab. Im Weiteren gibt es ein Restaurant. Das Dorf ist mit dem Bus nach Lenzburg über Fahrwangen an das Bahnnetz angeschlossen. Es ist eine hohe Zahl an Wegpendlern zu verzeichnen, Bettwil gilt eher als eine Wohngemeinde. Einschneidende planerische Eingriffe in die geltenden Gemeindebauvorschriften drängen sich nicht auf. Die Planungskommission sieht acht begründete Ein- und Umzonungen vor. Rückzonungen sind nicht erforderlich.
Entwicklung im Dorfkern
In Bettwil wohnen etwas über 600 Einwohner. Die überbauten Bauzonen betragen 17,7 ha, die unüberbauten 1,7 ha. Die Baureife ist über das ganze Baugebiet gegeben. Das Stichwort heisst: nach innen verdichten. In der Dorfzone schlummert noch echtes Verdichtungs-Potenzial.
Im abgebildeten Konzeptplan «Räumliche Entwicklung Dorfkern» sind mögliche Standorte von Neubauten skizziert, wobei diese nicht als eigentümerverbindlich gelten. Dabei soll das gesamte Ortsbild von regionaler Bedeutung aufgewertet und auf die vorhandenen Grünräume Rücksicht genommen werden. Keiner Bauzone ist der Weiler Königsberg zugeordnet. Er verbleibt als Spezialzone ausserhalb der Bauzone. Damit verbunden ist eine eingeschränkte bauliche Entwicklung.
Zukunft der Landwirte geklärt
Das nun vorliegende Planwerk wurde spürbar achtsam erarbeitet. Davon zeugen die Gespräche mit Grundeigentümern und insbesondere mit den involvierten Landwirten über ihre künftigen Absichten. Inventarisiert wurden die Natur- und Kulturobjekte. Sie prägen die Landschaft und verdienen somit Schutz. Sämtliche Hochstamm-Obstgärten werden als «Fördergebiete Hochstamm-Obstwiesen» gesichert. Der Gemeinderat will die Obstwiesen erhalten und den Bestand weiterentwickeln. Die markante Hangkante, die den westlichen Dorfrand bildet, soll dank der erweiterten Landschaftsschutzzone ungeschmälert freigehalten werden.
Die öffentliche Auflage der revidierten Ortsplanung mit Einwendungsmöglichkeiten erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.



