Bänkelsänger an Gespensternacht

Schloss Hallwyl An der Gespensternacht der Gesellschaft zum Falken und Fisch trat der Aarauer Peter Voellmy als Bänkelsänger und Rezitator auf.

Auftritt an der Gespensternacht: Der Aarauer Bänkelsänger Peter Voellmy im Mehrzweckraum von Schloss Hallwyl. Foto: Fritz Thut
Auftritt an der Gespensternacht: Der Aarauer Bänkelsänger Peter Voellmy im Mehrzweckraum von Schloss Hallwyl. Foto: Fritz Thut

Nach dem Ende der normalen Saison bildet die Gespensternacht des Fördervereins Gesellschaft zum Falken und Fisch (GFF) jeweils eine Gelegenheit, dem kalten Schloss Hallwyl nochmals einen Besuch abzustatten.

Trotz Zertifikatspflicht hatten sich diesmal derart viele Mitglieder angemeldet, dass der Anlass vom traditionellen Ort im Vorderen Schloss in den Mehrzweckraum über dem Schlosscafé verlegt werden musste.

Der interdisziplinäre Aarauer Künstler Peter Voellmy wurde der grossen Zuhörerschar von GFF-Vorstandsmitglied Ruedi Ursprung als «Lehrer, Bänkelsänger und Nachtwächter» angekündigt. Wobei an diesem Abend die mittlere Funktion voll zum Tragen kam.

Bevor er mit Singen loslegte, erinnerte sich Voellmy, wie er 1995 – kaum war das Schloss Hallwyl an den Kanton Aargau übergegangen – hier die Sage «Der Ring von Hallwyl» mit grossem Pomp und ebensolchem Erfolg inszeniert hatte. Den Stoff rief er mit einer Rezitation in Erinnerung.

Reisläufer- und Wirtshauslieder

Der Gruselfaktor blieb in dieser Gespensternacht an einem kleinen Ort. Peter Voellmy sang unter anderem Lieder aus der Sammlung von Sigmund Grolimund, der im 19. Jahrhundert auch in Aargauer Dörfer ausgeschwärmt war und dort vom Volk gesungene Lieder erfasst und der Nachwelt erhalten hatte.

Viele Falken-und-Fisch-Mitglieder erinnerten sich beim Zuhören, dass sie gewisse Lieder wie «Es wott en schöne Sommer gäh» in der Schule noch selbst gelernt hatten. Neben den Volksliedern sang Voellmy auch Reisläufer-, Soldaten- und Wirtshauslieder. Bei bekannteren Stücken durfte das Publikum zumindest den Refrain mitsingen. Höhepunkt war das längst zum Volkskulturgut gewordene «Gilberte de Courgenay».

In der Pause konnten sich die Gäste im und vor dem Schlosscafé mit Kürbissuppe, Leckereien von den Käse- und Fleischplatten verpflegen und mit Tropfen von einheimischen Gewächsen den Durst löschen.

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