Bäche helfen Kehricht-Deponie sanieren

Die ehemalige Kehrichtdeponie Wangenhölzli in Fahrwangen ist ohne Verzug zu sanieren. Der Gemeinderat unterbreitet der Einwohnergemeindeversammlung vom 21. November einen Verpflichtungskredit von 616600 Franken.

Schutt ablagern seit langem verboten: Die ehemalige Kehrichtdeponie Wangenhölzli in Fahrwangen. Foto: Alfred Gassmann
Schutt ablagern seit langem verboten: Die ehemalige Kehrichtdeponie Wangenhölzli in Fahrwangen. Foto: Alfred Gassmann

Die älteren Einwohner von Fahrwangen mögen sich noch gut erinnern an die Deponie im Wangenhölzli. Womöglich sind sie selber ab den 1960er-Jahren bis 1973 mit dem Leiterwägeli hingefahren und haben im kleinen Wäldchen sorglos den Kehricht und nach 1973 überwiegend Grünabfälle entsorgt.

Da überrascht nicht, dass die ehemalige Deponie im kantonalen Kataster der belasteten Standorte zu finden ist. Sorgen bereiten die in rund elf Meter Tiefe vorhandenen zwei eingedolten Bäche, nämlich der Dubelacher- sowie der Altholzbach. Die Leitungen sind stark beschädigt. Die vor zwei Jahren durchgeführten Kamerauntersuchungen dokumentieren die Schäden.

Kommt hinzu, dass Sickerwasser aus dem Deponiekörper in die Röhren eindringt und somit eine Verschmutzung der beiden Bäche nicht ausgeschlossen werden kann.

Bund und Kanton helfen

Die Altlasten-Verordnung zwingt zu einer Sanierung, die bis Ende 2017 angepackt werden muss. Aus drei Varianten hat sich die Umleitung der Bäche mit einer offenen Führung als die zweckmässigste und sinnvollste Lösung herauskristallisiert. Bei einem offenen Graben müsste ein gespriesster Aushub bis in eine Tiefe von 11 Meter erfolgen und das ausgehobene Deponiematerial mit erheblichen Kosten abgeführt und fachgerecht entsorgt werden. Aufgrund der teilweise starken Deformation der Röhren ist eine innere Sanierung mittels Inliner-Verfahren nicht möglich.

Die Kosten für die gewählte Variante werden mit 616600 Franken veranschlagt. Der Bund hat einen Beitrag von 40 Prozent in Aussicht gestellt, die kantonale Abteilung für Umwelt eine Mitfinanzierung von 30 Prozent. Mit der geplanten Sanierungsvariante können das lokale Ökosystem und die Landschaft aufgewertet sowie die Fischgängigkeit wiederhergestellt werden. Eine Deponiesanierung mit vielen Gewinnern. Und Bäche helfen mit.

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