Auf spielerische Weise ­Naturbewusstsein vermittelt

Boniswil Unter dem Motto «Zäme veruse!» organisierten die Seetaler Naturschutzvereine einen Plauschtag für Schulkinder der 3. bis 6. Klasse. Dabei konnte auf spielerische Weise die Natur erkundet werden.

Junge Forscher: Mit einem Binokular konnten kleine Lebewesen und andere Dinge der Natur vergrössert und gut beobachtet werden.Foto: Andreas Walker

Junge Forscher: Mit einem Binokular konnten kleine Lebewesen und andere Dinge der Natur vergrössert und gut beobachtet werden.Foto: Andreas Walker

Rund 80 Kinder nahmen teil: Vera Müller orientierte über den Ablauf des Jugendplauschtages der Seetaler Naturschutzvereine.Foto: Andreas Walker

Rund 80 Kinder nahmen teil: Vera Müller orientierte über den Ablauf des Jugendplauschtages der Seetaler Naturschutzvereine.Foto: Andreas Walker

Jedes Jahr findet ein Jugendplauschtag am Hallwilersee statt, der jeweils durch einen von acht Naturschutz-Vereinen um den Hallwilersee organisiert wird. Die mitwirkenden Vereine sind Boniswil, Beinwil am See, Dürrenäsch, Naturschutzverein Oberes Seetal (Bettwil, Fahrwangen, Meisterschwanden), Egliswil, Seengen, Sarmenstorf und der Landschaftsschutzverband Hallwilersee.

Dieses Jahr fand der Jugendplausch im Park des Schlosses Hallwyl und Umgebung statt. Vom organisierenden Verein «Natur und Umwelt Boniswil» war Vera Müller die Hauptverantwortliche. Unterstützung erhielt sie von Vereinsmitgliedern.

Spiel und Spass

Etwa 80 Kinder nahmen an diesem Anlass teil, der aus sieben Posten bestand, wo jeweils auf spielerische Weise Aufgaben gelöst werden konnten. Zum einen gab es Geschicklichkeitsspiele, bei denen man Eicheln oder Kastanien in bestimmte Felder werfen musste oder das Wikinger Kegeln – ein Wurfspiel, bei dem mit Hölzern ein anderes Holzteil getroffen und umgeworfen werden musste.

An mehreren Posten konnte man verschiedene Dinge über die Natur lernen, etwa über das Verhalten von Vögeln.

Zusammenbruch des Öko-Systems

Auf spielerische Art wurde auch das Funktionieren des Öko-Systems demonstriert. Mehrere Kinder hielten im Kreis ein Seil, das leicht gespannt war und ein funktionierendes Ökosystem darstellte. Jedes Kind repräsentierte eine Tierart, die in diesem Spiel vom Aussterben bedroht war.

Mit dem Verschwinden einer Tierart, war auch das entsprechende Kind nicht mehr im Kreis vertreten. Dadurch veränderte sich die Spannung des Seils, was bewirkte, dass alle anderen Kinder im Kreis diese Spannung durch eine Veränderung ihrer Position wieder ausgleichen mussten. Je mehr Tierarten ausstarben beziehungsweise Kinder den Kreis verliessen, desto mehr geriet das Öko-System aus dem Gleichgewicht, bis schliesslich der Zusammenbruch erfolgte.

An einem anderen Posten konnten die Kinder durch ein Binokular die Umgebung erforschen. So wurde sichtbar, dass sich in gewöhnlicher Erde Kleinstlebewesen verbergen oder man konnte Kellerasseln beobachten, die durch die Vergrösserung wie Urzeit-Tiere wirkten.

Nach einem gestaffelten Mittagessen dauerte der Postenlauf noch bis 14.30 Uhr, bis alle Kinder den ganzen Parcours absolviert hatten.

So brachte dieser Tag auf spielerische Weise viel Spass und schaffte bei den Kindern ein Bewusstsein für die Umwelt und die Natur.

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