Ampelgesteuert zur «Schifflände»: Start zur Sanierung der Seestrasse

In Birrwil beginnt die Sanierung der Seestrasse. Am Spatenstich sprach Gemeinderat Thomas Forrer von einer komplizierten Baustelle. Die Bauarbeiten werden beendet sein, wenn das Leben am Hallwilersee wieder beginnt.

Zuversicht trotz der kommenden Winterzeit: Spatenstich dokumentiert den Beginn der Sanierungsarbeiten an der Birrwiler Seestrasse. Foto: Alfred Gassmann
Zuversicht trotz der kommenden Winterzeit: Spatenstich dokumentiert den Beginn der Sanierungsarbeiten an der Birrwiler Seestrasse. Foto: Alfred Gassmann

«Wir haben in Birrwil schon einige Gräben geöffnet, aber bei der Sanierung unserer Seestrasse handelt es sich um ein etwas komplizierteres Vorhaben», fand Gemeinderat Thomas Forrer gut gelaunt am Spatenstich.

Forrer brachte es auf den Punkt: Die Seestrasse ist schmal und steil. Sie bildet die einzige Zufahrt zur «Schifflände». Daher müssen die Zufahrten zum Restaurant und zu den umliegenden Gebäuden jederzeit gewährleistet bleiben. Da war das Ingenieurbüro CES mit Markus Burgherr gefordert.

Die Bauarbeiten werden so organisiert, dass die Baustelle umfahren werden kann. Aus diesem Grund wird die Strasse durch eine Anböschung so verbreitert, dass die Zufahrt zum See auf einer Baupiste an der Baustelle vorbei während der gesamten Bauzeit, mit Ausnahme der Deckbelagsarbeiten, möglich bleibt. Die Anböschungen werden nach der Bauausführung wieder zurückgebaut. Eine radargesteuerte Lichtsignalanlage wird im Baustellenbereich den Verkehr regeln.

Zwei Ausweichstellen

Überlegungen, die für Birrwil wichtige Strasse zu sanieren, gehen auf vier Jahre zurück. Der Baubeginn am letzten Montag – untermalt mit dem symbolischen Spatenstich – bedeutet einen vorläufigen Höhepunkt. Nun wird das Feld den Bauarbeitern und den Baumaschinen überlassen.

Die Strasse wird gegenüber dem heutigen Zustand von 4,5 bis 5,0 Metern nicht verbreitert. Zwei Personenwagen werden sich nach wie vor kreuzen können. Für Kreuzungsmanöver von grösseren Fahrzeugen helfen zwei Ausweichstellen. Seeseitig wird die Strasse auf der gesamten Länge mit einem 1 Meter breiten Bankett ergänzt, welches mittels Leitpfosten von der Strassenfahrbahn abgegrenzt wird. Das Bankett kann Fussgängern als Gehweg dienen. Ausserhalb des Baugebietes müssen sowohl der Strassenbelag wie auch die Fundationsschicht erneuert werden.

Vollsperrung an zwei Tagen

Die Baustelle erstreckt sich von der Kantonsstrasse bis zur Schifflände und liegt überwiegend in der Schutzzone gemäss Hallwilersee-Schutzdekret. Die Baukosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Franken. Innerhalb der Bauzone werden lediglich die Wasserleitung ersetzt und der Strassenbelag erneuert.

Während die Heissmischtragschicht in sechs Etappen eingebaut wird, muss der Deckbelag in einem einzigen Schritt aufgebracht werden. Dieses unumgängliche Vorgehen bedingt im Frühjahr 2018 während zwei Tagen eine Vollsperrung.

Gemeinderat Thomas Forrer zählt während der Bauzeit dankbar auf die Rücksicht der betroffenen Grundeigentümer und Verkehrsteilnehmer.

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