6 Mio. für Feuerwehr- und Bauamtbau
In ihrer Gemeindeversammlung vom 23. Juni haben die Stimmbürger von Beinwil am See einen grossen Brocken zu stemmen: Für ein neues Feuerwehr- und Bauamtgebäude wird ein Kredit von 6 Millionen Franken beantragt.

Für Gemeindeammann Peter Lenzin ist klar: «Dieses Geschäft belastet unsere Rechnung in den nächsten Jahren am nachhaltigsten.» Gemeint ist der Bau eines gemeinsamen Gebäudes für die Feuerwehr und das Bauamt. Über dieses Projekt haben die Stimmberechtigten von Beinwil am See am Freitag, 23. Juni, zu entscheiden.
Konkret geht es um einen Verpflichtungskredit von 5,995 Millionen Franken. Für die rund 6 Mio. wird im Gebiet Wiedenmatt ein zweckmässiger Bau erstellt. «Die architektonische Formensprache ist einfach und klar», wird dies in den Versammlungsunterlagen umschrieben.
Zwei Arbeitsebenen
Der kombinierte Neubau wurde als Gesamtleistungssubmission ausgeschrieben, der sowohl einen Architekturwettbewerb wie auch eine Totalunternehmersubmission enthielt. Mit diesem zweistufig durchgeführten Verfahren bekomme man eine «hohe Kostensicherheit», begründet der Gemeinderat diese Vorgehensweise.
In der zweiten Stufe liess der eingesetzte Ausschuss vier Vorprojekte ausarbeiten. Die nach verschieden gewichteten Kriterien wie architektonisches Gesamtkonzept (55 Prozent), Gesamtpreis (35), zeitlicher Bauablauf (5) und Präsentation (5) erfolgte Jurierung brachte einen «eindeutigen Sieger» hervor, wie Ammann Lenzin an der Vororientierung der Parteivertreter betonte.
Das Siegerprojekt der Zehnder Holz und Bau AG aus Winterthur sieht Arbeitszonen auf zwei verschiedenen Ebenen vor, was den angesichts der Hanglage schwierig zu nutzenden Aussenraum optimal einbezieht. Von der Industriestrasse aus erreicht man die Halle mit den Feuerwehrfahrzeugen und den Haupteingang der gesamten Anlage.
Der höher gelegene Bereich des Werkhofs, der künftig das heute über zehn verschiedene Standorte verstreute Bauamt zentral zusammenfasst, ist über eine Erschliessungsstrasse erreichbar. «Offene Fragen bei der Erschliessung haben zu einer Verzögerung des Projektes geführt», so Peter Lenzin. Doch inzwischen sind alle Hindernisse aus dem Weg geräumt und mit der Kreditsprechung an der Gmeind wird ein wichtiger Meilenstein gesetzt.
Nach einem Ja werden die Pläne bereinigt und das Baubewilligungsverfahren durchgezogen. In einem Jahr soll Baustart sein und der Bezug ist auf Frühjahr 2019 vorgesehen. Vom Versicherungsamt kann ein Zustupf von rund 600000 Franken erwartet werden. «Weniger als wir ursprünglich erwartet haben», räumt Gemeindeammann Lenzin ein.
Zweimal eine halbe Million
Neben dem grossen Brocken entscheiden die Beinwiler über zwei Kredite von je einer halben Million Franken für Wasser- und Abwasserleitungen. Besonders interessant ist der Zusatzkredit von 500000 Franken für die Sanierung der relativ kurzen Meteorwasserleitung zwischen dem Seehotel Hallwil und dem Schiffsteg. 540000 Franken kostet die Sanierung von Kanalisation und Wasserleitung bei der Wührimattstrasse.



