50. Chlausklöpf-Wettbewerb in Hallwil

Am Sonntag fand in Hallwil auf dem Schulhausplatz zum 50. Mal der Chlausklöpf-Wettbewerb statt. Dabei liessen sich Geissleklöpfer und Zuschauer nicht von Sturm und Regen abhalten.

Schutz gegen Wind und Wetter: Unter Schirm und Dach verfolgen die Zuschauer den 50. Chlausklöpf-Wettbewerb in Hallwil. Foto: Andreas Walker
Schutz gegen Wind und Wetter: Unter Schirm und Dach verfolgen die Zuschauer den 50. Chlausklöpf-Wettbewerb in Hallwil. Foto: Andreas Walker

Dieses Wettklöpfen war ein ganz besonderes, denn es war genau das 50. Mal, dass dieser Brauch in Hallwil durchgeführt wurde. Das erste Hallwiler Chlaus-Wettklöpfen fand im Jahr 1968 beim Bahnhof statt. Allerdings herrschten wahrscheinlich an den vergangenen Anlässen kaum je so stürmische und regnerische Wetterbedingungen wie am letzten Sonntag.

Dies hinderte jedoch niemanden, dieses Jubiläum mit Freude durchzuführen. 37 Klöpfer nahmen an diesem Wettbewerb teil. Verschiedene Alterskategorien vom Kindes- bis zum Rentenalter traten gegeneinander an, Mädchen und Frauen klöpften in einer eigenen Kategorie.

Drei erfahrene Klöpfer amteten als Juroren und bewerteten die Wettkämpfer, damit am Schluss eine Rangliste erstellt werden konnte. Dabei wurde unter anderem auf folgende Kriterien geachtet: Der Stand des Klöpfers sollte weder blockiert noch unruhig sein und sich im vorgezeichneten Kreis von einem Meter befinden. Die Geissel sollte möglichst horizontal gezogen werden und darf mit dem Boden nicht in Berührung kommen. Die Knallgeräusche der Geissel müssen rhythmisch, etwa gleich laut und in nicht zu rascher Geschwindigkeit erfolgen.

In der Turnhalle befand sich eine Festwirtschaft, wo man bestens mit Essen und Trinken vom Trachtenverein Hallwil versorgt wurde. Nachdem Organisator Andreas von Burg die Ranglisten erstellt hatte, fand zum Schluss die Siegerehrung statt. Die Gewinner dieses Wettbewerbes messen sich mit weiteren Geissleklöpfern aus der Umgebung am nächsten Sonntag am 26. regionalen Chlausklöpf-Wettbewerb in Lenzburg.

Heute Donnerstag treffen sich die Geissleklöpfer noch einmal vor dem «Schützen-Stübli» in Hallwil, um ein letztes Mal die Geisseln zu schwingen. Während die Chlausen durchs Dorf jagen, geben die Geissleklöpfer an verschiedenen Standorten im Dorf ihr Können zu zweit, zu dritt und zu viert zum Besten.

Von bösen Geistern

Das Chlausklöpfe dürfte ein Überbleibsel germanischer Traditionen sein. Nach altem Volksglauben sollte das Knallen der Geisseln die bösen Totendämonen vertreiben, die man besonders um die winterliche Sonnenwendzeit fürchtete. Eine Sage erzählt zudem, dass die Lenzburger Jugend ihren Samichlaus einst so verärgert hatte, dass er schwor, sich für immer in den Goffersberg zu verkriechen. Nun müssen die Burschen jedes Jahr mit lauten Peitschenknallen den Samichlaus wieder aus seiner Höhle hervorlocken, damit er auch pünktlich zum Chlausmärt die Kinder beschenken kann.

Weitere Artikel zu «Seetal-Lindenberg», die sie interessieren könnten

Ruhe und Hitzepause der Schar auf dem Weg zum Lagerplatz Sigigen.Foto: Levin Seitz
Seetal-Lindenberg15.07.2026

Vom Piratencamp bleiben Erinnerungen und Fotos

Sarmenstorf Das Piratencamp, das Zeltlager der Jubla Sarmenstorf, ist bereits programmgemäss abgebrochen und top aufgeräumt worden. Am heutigen Donnerstag ist…

Der Container auf dem Pausenplatz der Schule Meisterschwanden.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg15.07.2026

Oberes Seetal plant neue Form der Jugendarbeit

Oberes Seetal Die offene Jugendarbeit im Oberen Seetal ist beendet. Die Gemeinden arbeiten bereits an einem neuen Konzept – eine Übergangslösung mit…
Die First Responder Oberes Seetal sind die schnelle Voraushut für die nachrückenden Rettungssanitäter. Hier zu sehen: Micaela Saeftel, Mario Steiner, Lena Kramis, Ruth Gutknecht und Sibylle Baumann.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg08.07.2026

Erste Hilfe in Rekordzeit

Oberes Seetal Die First Responder Oberes Seetal agieren seit fünf Jahren in Fahrwangen, Bettwil und Meisterschwanden. Künftig werden neue Helfende gesucht.