300 Sorten in der Auslage

Meisterschwanden Am Wochenende fand die jährliche Pilzausstellung in der Mehrzweckhalle statt, die wie gewohnt zahlreiche Gäste anlockte.

<em>Präsentierte Pilze und Publikum:</em> Pilzausstellung in Meisterschwanden mit dem Publikum an Tischen. Fotos: Andreas Walker

<em>Präsentierte Pilze und Publikum:</em> Pilzausstellung in Meisterschwanden mit dem Publikum an Tischen. Fotos: Andreas Walker

<em>Giftig:</em> Fliegenpilz und Grüner Knollenblätterpilz in der Pilzausstellung.

<em>Giftig:</em> Fliegenpilz und Grüner Knollenblätterpilz in der Pilzausstellung.

<em>Essbar:</em> Pilzkontrolleur James Gurtner mit einem Riesenbovist.

<em>Essbar:</em> Pilzkontrolleur James Gurtner mit einem Riesenbovist.

Trotz schönstem Wetter ist die Ausstellung in der Mehrzweckhalle in Meisterschwanden bereits am Samstagnachmittag gut besucht.

Werner Hegi, Präsident des Pilzvereins Seetal, erklärt, was an der diesjährigen Pilzsaison anders ist als sonst. Pilze lieben die Feuchtigkeit, und der trockene Sommer hat diesbezüglich klare Spuren hinterlassen. So mussten die Vereinsmitglieder grössere Entfernungen als sonst zurücklegen, um beim Pilzesammeln erfolgreich zu sein.

Trotzdem ist Werner Hegi zufrieden. «Obwohl der Sommer sehr trocken war, gab es überraschend viele Pilze, allerdings nicht im Seetal. Unsere Leute vom Verein sammelten vor allem erfolgreich in den Regionen Tessin, Wallis, Jura und im Schwarzwald.»

Kein Rekordjahr

Der extreme Trockensommer hat dazu geführt, dass diese Pilzsaison nicht als Rekordjahr verzeichnet werden kann. Trotzdem sind rund 300 verschiedene Pilzsorten an der Ausstellung zu besichtigen. Werner Hegi meint besorgt: «Hoffentlich hat das Myzel wegen der Trockenheit keinen Schaden genommen.»

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden als Pilze nur die sichtbaren Fruchtkörper bezeichnet, die man erntet. Doch der eigentliche Pilz ist bei Speisepilzen überwiegend das feine Gewebe von Pilzfäden im Boden (Myzel), das für uns unsichtbar ist. Pilzmyzele können eine Grösse von über einem Quadratkilometer haben und ein hohes Alter erreichen.

Wenig Arbeit für Kontrolleure

James Gurtner, der als Pilzkontrolleur an der Ausstellung arbeitet, hat dieses Jahr weniger zu tun. Kamen letztes Jahr viele Leute mit vollen Pilzkörben zur Ausstellung, sind es dieses Jahr deutlich weniger. Auch er beklagt die Trockenheit, doch hat sich die Lage in den letzten Tagen gebessert. «An Orten, wo jetzt der Nebel kommt, hat es ein wenig mehr Pilze, aber es ist immer noch zu trocken.»

Die Besucher verweilen bei den ausgestellten Pilzen oder trinken etwas an den zahlreichen Tischen. Beliebt sind auch die vielen Pilzgerichte, die angeboten werden. Dafür arbeitet eine ganze Küchenmannschaft, die in vielen Pfannen auf Hochtouren die Pilze mit grosser Kelle anrührt. Diese landen dann als leckeres Gericht auf dem Tisch.

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