Zusätzliche Turnhalle nötig

Staufen Am Staufner Polit-apéro orientierte der Gemeinderat hauptsächlich über den Weg zu einer neuen Sporthalle, über die Verwaltungsrechnung 2017 und was die Umfrage zum «Sattler-Kari- Huus» ergeben hat.

<em>Bedarf auf dem Schulhausareal: </em>Die heutige Turnhalle soll mit einer Doppel-Sporthalle ergänzt werden. Foto: AG
<em>Bedarf auf dem Schulhausareal: </em>Die heutige Turnhalle soll mit einer Doppel-Sporthalle ergänzt werden. Foto: AG

Staufen verfügt seit 1965 über eine einzige Turnhalle. Genutzt wird sie von der Schule und von den Vereinen. Sie dient aber auch für Anlässe aller Art. Nun drängen sich bauliche Massnahmen auf. Kommt hinzu, dass die Schule mittelfristig eine zusätzliche Turnhalle benötigt. Der Gemeinderat will besonnen ans Werk gehen. Das nächste Unterfangen heisst Masterplan. Oder einfacher gesagt: Basierend auf dem Begehren der FDP Staufen will der Gemeinderat eine Auslegeordnung machen und sämtliche eigenen Liegenschaften auf Zustand, Nutzung und Potenzial prüfen.

Die Ergebnisse dienen für alle weiteren Überlegungen und Planungsschritte. Geschätzt werden die Kosten der neuen Doppel-Sporthalle auf 6 bis 7 Millionen Franken, wobei die Sanierung der 53-jährigen Turnhalle geschätzt bis zu 1,5 Millionen Franken zusätzlich verschlingt. Vizeammann Katja Früh Haas rechnet damit, dass die Sporthalle im Sommer 2023 in Betrieb genommen werden kann. Der Gemeinderat beantragt an der Gemeindeversammlung vom 6. Juni einen Kredit von 175000 Franken für eine Vorstudie.

Schulden beinahe halbiert

Finanzvorsteher Urs Welti hatte bei seiner Feuertaufe leichtes Spiel. Der zurückgetretene Vizeammann Peter Hauri hinterliess ihm einen gesunden Finanzhaushalt. «Die Rechnung 2017 glänzt eigentlich nur mit positiven Überraschungen», führte Urs Welti aus. In der Tat: Die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von über 1,5 Millionen Franken ab. Die Einkommens- und Vermögenssteuern lagen um annähernd 0,8 Millionen Franken über dem Budget. Somit kann Staufen die Gemeindeschulden von rund 4,7 Millionen Franken fast halbieren. Sie betragen noch knapp 2,5 Millionen Franken.

22 Eingaben

Das «Sattler-Kari-Huus» im Eigentum der Einwohnergemeinde Staufen ist längst in einen Dornröschenschlaf verfallen. Gemeinderat Gallus Zahno war drauf und dran, im Zopfhuus das Lied «Das alte Haus von Rocky Docky» anzustimmen. Der Text trifft jedenfalls umfänglich zu auf die ehemalige bäuerliche Liegenschaft an der Postgasse. Das Gebäude mitten im Dorfkern darf nicht verfallen, sagte sich der Gemeinderat und bat vor drei Monaten die Bevölkerung um Ideen für eine künftige Nutzung.

Die Ideenliste präsentiert sich bunt: Alterswohnungen, Arztpraxis, Kita, Dorfmuseum, Kaffeestube, Holzschnitzellager im Keller bis hin zu einem Tauschobjekt mit einer anderen Liegenschaft. «Nicht für alle Verwendungszwecke ist der Finanzierungsnachweis erbracht», scherzte Gallus Zahno. Nicht gescherzt wird mit den Ideen. Sie werden in der Masterplan-Arbeit auseinandergeknobelt.

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