Zentraler Standort auf bestem Weg
Hunzenschwil Nachdem die Einwohnergemeindeversammlung in Rupperswil dem zentralen Standort zugestimmt hat, stimmten auch die Stimmberechtigten in Hunzenschwil für das Projekt «Zentralisierung Kreisschule Lotten».

Nur 57 Stimmberechtigte von 2367 kamen letzten Freitag, 19. Juni, in die Alte Turnhalle zur Einwohnergemeindeversammlung. Gemeindeammann Urs Wiederkehr führte zügig durch die ersten Traktanden mit dem Protokoll, dem Rechenschaftsbericht und den Verwaltungsrechnungen 2025, mit vier Kreditabrechnungen und einem Kreditbegehren über 95‘000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung «Dorfmatte». Alle Anträge wurden einstimmig angenommen. Besonders die Erfolgsrechnung 2025 zeigt Erfreuliches: «Rote Zahlen sind Vergangenheit und wir hoffen, dass es auch so bleibt», sagte Patrick Bucher, Vizepräsident der Finanzkommission. Der Ertragsüberschuss schliesst mit 109029 Franken ab und liegt mit knapp einer halben Million über dem Budget.
Prognosen zeigen Mehrbedarf
Wie erwartet gab das Traktandum 8 mit der Genehmigung eines Verpflichtungskredites von 223‘700 Franken der Gemeinde Hunzenschwil und der Zustimmung zum Vorvertrag für die «Zentralisierung Kreisschule Lotten» einiges mehr zu reden bzw. zu erläutern. Die gewichtigsten Punkte sind die steigenden Schülerzahlen, fehlende Klassenzimmer ab Mitte der 2030er-Jahre und auch die teilweise veraltete Infrastruktur. Vor allem die Prognose von heute 16 Klassen auf rund 21 Klassen bis 2040 bedingt zwingenden Handlungsbedarf. Laut Gemeinderat Patrick Sommer besteht in den drei Gemeinden eine rege Bautätigkeit – rund 800 Wohnungen bis ins Jahr 2035 bringen mehr Familien und somit auch mehr Schülerinnen und Schüler ins Verbandsgebiet. Bei den Fragen aus der Bevölkerung sticht neben den finanziellen Kosten immer der Schulweg nach Rupperswil mit sicheren Veloverbindungen hervor. Danach wurden die beiden Anträge – Vertrag über die Projektierung und Realisierung des Oberstufenstandorts sowie die Durchführung eines Architekturwettbewerbes – mit deutlichem Mehr angenommen.
Zum Schluss gab es eine ganz besondere Ehrung: Die langjährige Gemeindeschreiberin Colette Hauri wurde offiziell in den wohlverdienten Ruhestand mit einem grossen Blumenstrauss verabschiedet. Nach rund 10 Jahren als Gemeindeschreiberin-Stv übernahm sie im Jahre 2001 das Amt als Hauptleiterin von Daniel Müller. «Seither bist du, liebe Colette, das juristische, administrative und oftmals auch das emotionale Herz unserer Gemeinde», sagte Urs Wiederkehr in seiner Laudatio, «du warst immer hilfsbereit und bist stets für das Personal eingestanden».
Colette Hauri bedankte sich herzlich für das langjährige Vertrauen: «Aus vielleicht zwei bis drei Jahren wurde es schlussendlich ein Herzensjob meinerseits». Sie wünschte ihrer Nachfolgerin Michaela Matijevic, die heute zum ersten Mal eine Gemeindeversammlung protokollierte, einen ebenso langen Durchaltewillen auf der Gemeindeverwaltung Hunzenschwil.



