Workshop statt warme Stube in Rupperswil

Rupperswil revidiert die Ortsplanung. Der Gemeinderat lud zum zweiten Workshop ein. Der Wunsch von Gemeindeammann Ruedi Hediger erfüllte sich. Es wurde ein konstruktiver Samstagvormittag.

Interesse für ein weitsichtiges Planwerk: Volle Konzentration am Workshop. Foto: AG
Interesse für ein weitsichtiges Planwerk: Volle Konzentration am Workshop. Foto: AG

Am 10. August 2016 wars, als sich 48 Teilnehmer am ersten Workshop für die Revision der Ortsplanung Rupperswil intensiv mit den Themen Freiraum, Zentrum, Verdichtung und Verkehr auseinandersetzten. Von A wie Aufwertungspotenzial und attraktive Einkaufsmöglichkeiten bis Z wie Zentrum und seine Funktion. Zwischenzeitlich wurden die Ergebnisse im Büro BC AG in Bremgarten analysiert. Erich Faes, Senior Projektleiter, blickte am vergangenen Samstagmorgen im Aarehaus zurück. Erfreulich: Die Ergebnisse stimmen weitgehend mit dem «Räumlichen Leitbild 2040» überein. Entstanden sind Entwürfe des Bauzonenplans, des Kulturlandplans und der Bau- und Nutzungsordnung. Der Gemeinderat will sich sicher sein auf dem Weg zum Ziel, sprich für die spätere öffentliche Auflage und die Rechtsetzung.

Inputs, die verarbeitet werden

Persönlichkeiten aus Kommissionen, Parteien, Gewerbe, Landwirtschaft, Forst und der Schule wurden vom Gemeinderat zum Mitdenken berufen. Beim zweiten Workshop diskutierten acht Gruppen im Wesentlichen acht Themen anhand eines ausgeklügelten methodischen Vorgehens und anhand von vorbereiteten Fragen. Erich Faes sammelte all die Beiträge aus den Kurzvorträgen der einzelnen Gruppen und machte selber eifrig Notizen. In Zusammenfassungen von Gruppensprechern wurde der Gemeinderat im Vorgehen weitgehend bestärkt und Absichten wurden hinterfragt. Angeregt wurde, einzelne Paragrafen enger oder weiter zu fassen oder gar zu streichen. Gemeinderat und Planer sind sportlich unterwegs: Im kommenden Februar ist bereits das Mitwirkungsverfahren für die gesamte Bevölkerung vorgesehen.

Alles nur Sieger im Aarehaus

An den beiden Workshops addierten sich die von den Teilnehmenden aufgewendeten Stunden auf rund 350. Gemeindeammann Ruedi Hediger, rundum zufrieden, dankte denn auch für das Engagement: «Ihr habt die warme Stube mit dem Aarehaus getauscht.» Statt online waren die Teilnehmenden untereinander mit offenen Augen verbunden. Und sie brachten sich ein, verwarfen wieder Ideen und rangen um Formulierungen. Im Saal gab es nur Gewinner. Das bürgernahe Verhalten der Behörde verdient ein Lob. Ihre Entwürfe können die Planer als erhärtet betrachten und die Arbeit weiterführen. Das Planwerk ist ein gutes Stück reifer geworden. Zudem darf sich jeder einzelne Teilnehmer befriedigt fühlen, einen Beitrag für das Dorf und die Dorfgemeinschaft geleistet sowie seine sozialen Beziehungen gefestigt zu haben.

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Das Geschäftsleitungsteam mit Michelle Randazzo, Steven Weill und Barbara Schelker (von links).Foto: Peter Winkelmann
Region12.08.2026

«ZämeZyt» fast wie zuhause

Rupperswil Seit Anfang August gibt es im Alters- und Pflegeheim Länzerthus ein neues interessantes Tagesbetreuungsangebot. «Mehr Lebensfreude, mehr…
Freuen sich auf die «Zuckerpuppe»: Die Mitglieder der Theatergruppe Schafisheim.Foto: zvg
Region12.08.2026

Wenn die «Zuckerpuppe» für Verwirrung sorgt

Schafisheim Die Theatergruppe Schafisheim zeigt vom 4. bis 6. September «Die Zuckerpuppe». Acht Darstellende sorgen für turbulente Verwicklungen rund um einen…
Auch die Kleinen hatten ihren Spass auf dem Korbkarusssell.Foto: Peter Winkelmann
Region05.08.2026

Die Schweiz als Heimat haben und hier leben dürfen

Rupperswil Die Bundesfeier fand zum ersten Mal in der Reithalle des Auhofs ausserhalb des Dorfes statt. Organisiert wurde sie ebenfalls zum ersten Mal von der…