«Wohnpark Süd» bringt die Lösung
Der Dorfeingang Holderbank von Wildegg herkommend wird aufgewertet. Doch dem Planungsbüro SWR Infra AG, Dietikon, stellte sich eine ganze Reihe von Fragen. Der Gestaltungsplan «Wohnpark Süd» zeigt die Lösungen.

Als die privaten Grundeigentümer der SWR Infra AG, Dietikon, den Auftrag erteilten, über das Areal der Auto Küng AG einen Gestaltungsplan zu erarbeiten, wusste Planer und Projektleiter Matthias Räber sehr wohl um die Schwierigkeit der Aufgabe. Im Spiel sind die Form des Perimeters, die Topografie, die Kantonsstrasse, die SBB-Linie, die verkehrsmässige Erschliessung, die Lärmproblematik und die Einpassung der Neubauten in die bebaute Umgebung.
Doch das Planwerk, das bis zum 9. Februar öffentlich auflag, antwortet auf alle Aspekte. Der Planungsperimeter in der Wohn-/Gewerbezone WG2 mit Sondernutzungsplanpflicht misst 0,57 Hektaren. Er ist umschlossen durch die Kantonsstrasse, die Schachenstrasse, die SBB-Linie Holderbank–Wildegg und eine überbaute Parzelle. Um Platz zu schaffen müssen zwei Einfamilienhäuser weichen.
Im Teamwork mit der Wernli Architektur AG, Aarau, welche für das Richtprojekt der Arealüberbauung verantwortlich ist, reifte ein Konzept mit drei neuen Flachdach-Gebäuden heran. Insgesamt werden 23 Wohnungen und 560 Quadratmeter gewerblich genutzte Flächen entstehen. Das Losungswort heisst verdichten mit dennoch klar gegliederten Freiräumen. Für die Parkierung und die gewerblichen Ausstellungsräume werden die bestehenden unterirdischen Einstellhallen erweitert sowie ein zweigeschossiges Parkdeck erstellt. Die Hauptzufahrt erfolgt rückwärtig von der Schachenstrasse her. Zwei Zufahrten von der Hauptstrasse her erschliessen die Besucherparkplätze.
Aspekt Lärm wurde tief bearbeitet
«Die Bahnlinie Aarau–Brugg und die Kantonsstrasse schaffen als Hauptlärmquellen eine lärmtechnisch komplexe Situation auf dem Planungsgrundstück», lässt sich dem Planungsbericht entnehmen.
Mit der Stellung der drei Neubauten wird auf den Lärm reagiert und alle lärmempfindlichen Räume sind auf der strassenabgewandten Seite angeordnet. Kurz und gut: Die Immissionsgrenzwerte werden eingehalten und trotz Lärm von Strasse und Eisenbahn wird ein behagliches Wohnen erreicht. Beigezogen wurde ein Grünplaner. Mit sinnvollen Massnahmen, mit der Umgebungsgestaltung und mit geschickt angeordneten Nebenbauten wird auch eine hohe Aussenraumqualität gewährleistet. Die beteiligten Partner am Gestaltungsplanverfahren lassen nichts unversucht, den südlichen Dorfeingang aufzuwerten und dem gewählten Namen «Wohnpark Süd» gerecht zu werden.



