Wechsel zur Repol Lenzburg

Region Hunzenschwil und Rupperswil sind seit Anfang 2007 im Regionalen Polizeiverbund Suret integriert. Die Gemeinderäte der beiden Gemeinden beantragen nun auszutreten und nennen dafür gute Gründe.

<em>Geht die Repol Lenzburg bald auch in Hunzenschwil und Rupperswil auf Patrouille?</em> Im Bild: ein Polizeiauto der Repol Lenzburg. Foto: Irene Jurinak
<em>Geht die Repol Lenzburg bald auch in Hunzenschwil und Rupperswil auf Patrouille?</em> Im Bild: ein Polizeiauto der Repol Lenzburg. Foto: Irene Jurinak

Obwohl der Gemeindevertrag aus dem Jahr 2007 rechtlich einwandfrei abgefasst ist, muss festgestellt werden, dass sich die gewählte Form der Zusammenarbeit mit verschiedenen Finanz- und Führungsverantwortlichen heute nicht mehr bewährt», halten die Gemeinderäte Hunzenschwil und Rupperswil in ihren Einladungen zu den Sommergemeinde- versammlungen fest. Organisatorisch, führungsmässig und finanziell ergaben sich zunehmend Schwierigkeiten. Die Zusammenarbeit mit Suhr, Buchs und Gränichen wurde vor 12 Jahren darauf ausgerichtet, einzig den gemeinsamen Pikettdienst und die Nachbarschaftshilfe bei unvorhergesehenen oder geplanten Absenzen zu regeln. Neben diesen Aufgaben sollten die Gemeindepolizisten nur für ihre Gemeinde arbeiten.

Die eingetretenen Schwierigkeiten sind leicht nachzuvollziehen. Die Polizisten werden von den Gemeinden selbstständig angestellt, betreffend die Belange der Regionalpolizei müssen sie jedoch zentral geführt werden. Aus unterschiedlichen Vorstellungen und Ansprüchen der Vorgesetzten der Gemeinden und der Regionalpolizei lassen sich Konflikte oft nicht vermeiden.

Offerte liegt vor

Kommt hinzu, dass die Regionalpolizei Suret aktuell mit 15 Mitarbeitenden zu den kleinsten Regionalpolizeicorps im Kanton gehört. Die Gemeinden wachsen, dies führt dazu, dass der Sollbestand meist unterschritten ist und die Regionalpolizei ihren vielfältigen Auftrag nur mit Mühe erfüllen kann. Die Gemeinderäte Hunzenschwil und Rupperswil vermuten, dass der Polizeiverbund Suret langfristig nicht bestehen bleibt. Suhr, Buchs und Gränichen dürften sich benachbarten Regionalpolizeien wie Aarau oder Wynental anschliessen. Für Hunzenschwil und Rupperswil steht ein Anschluss an die Regionalpolizei Lenzburg im Vordergrund. Nach einem Beitritt würde die Regionalpolizei Lenzburg den ganzen Bezirk und die Gemeinde Auenstein versorgen. Das Einsatzgebiet wäre somit identisch mit denjenigen des Zivil- und Bevölkerungsschutzes und der Feuerwehren.

Die einmalige Einkaufssumme würde 25 Franken pro Einwohner betragen, die wiederkehrenden Jahreskosten 31 Franken pro Einwohner. Die beiden Gemeinderäte beantragen den Austritt aus der Regionalpolizei Suret und sind überzeugt, dass ein Anschluss an die Regionalpolizei Lenzburg eine wirtschaftliche, professionelle und dauerhafte Lösung darstellt. (AG)

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