Von der Fiktion zur Realität

Am ersten und zweiten März-Wochenende zeigen die Theaterlüt Othmarsingen mit dem Stück «John hasst Mary» ihr Können auf der Bühne.

«John hasst Mary»: Das Publikum darf sich auf spannende Szenen gefasst machen. Foto: Carolin Frei
«John hasst Mary»: Das Publikum darf sich auf spannende Szenen gefasst machen. Foto: Carolin Frei

 

Othmarsingen, Bühne Mehrzweckhalle, 19.30 Uhr. «Sucht euch ein Plätzchen, wo ihr bequem stehen könnt», sagt Brigitte Wyss, die bei den Theaterlüt Othmarsingen bereits zum 10. Mal Regie führt. «Dann kreuzt ihr die Füsse und Hände, bleibt locker in den Gelenken und sucht eure Mitte», weist die Regisseurin die sieben Schauspieler bei der Probe an. Weitere Körperübungen folgen, bevor dann mit «brrr»-Lauten und Ähnlichem die Zunge und die Wangenknochen gelockert werden. Und dann gehts auch schon los mit dem Stück John hasst Mary. Harald, der Protagonist, sowie seine Frau Paula sitzen am Tisch, stochern lustlos im Teller herum. Nicht lange. Abrupt springt Harald vom Stuhl auf, macht seiner Frau schwere Vorwürfe und verlässt den Raum, um bei seiner Geliebten den Kropf zu leeren. Nur ein Gedanke beschäftigt ihn, wie kann er seine Frau auf elegante Weise loswerden. Zudem hat er den Auftrag gefasst, einen neuen Roman zu schreiben. Als Historiker ist ihm das etwas fremd. Zusammen mit seiner früheren Bekanntschaft, dem Film- und Fernsehautor Pitsch Goldmann, sucht er einen geeigneten Plot. Haralds Ehefrau Paula und seine Geliebte Diana unterstützen ihn mit kritischen Hinterfragungen. Irgendwann entgleitet Harald die Romanfigur John, sie beginnt ein Eigenleben. Nun ist nichts mehr wie es war. Wenn Fiktion zur Wirklichkeit wird, werden Grenzen verwischt und neue Realitäten entstehen. Mehr sei dazu nicht verraten.

Seit 26 Jahren verzaubern die Theaterlüt Othmarsingen mit ihren Komödien, Märchen und Krimis die Zuschauer. «An der GV wird die Spielkommission jeweils damit beauftragt, für ein passendes Stück zu sorgen», sagt Lukas Frey, Präsident der Theaterlüt Othmarsingen. Er selber ist seit der Gründung 1991 mit von der Partie. Auch fürs aktuelle Stück zeichnete er massgebend für den Bühnenbau verantwortlich. Zudem übernimmt er den Part des Souffleurs. Alles auf Kurs bis zur Premiere am Freitag, 3. März? «Ja», betont Wyss. Sie weiss, dank entsprechender Ausbildung, wo noch ein wenig gefeilt werden muss. Doch bis zur Premiere dürfte alles sitzen, ist die Regisseurin überzeugt.

Details siehe Box unten.

 

 

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