Vom Winde verweht

Möriken-Wildegg Sie gehören dazu wie die Fliege zum Smoking: die drei Fahnen unten am Bärenkreisel bei der Auffahrt zum Schloss Wildegg.

Immerhin hängen keine kaputten Fahnen mehr: Die drei Fahnenstangen warten auf ihre neue Beflaggung.Foto: zvg

Immerhin hängen keine kaputten Fahnen mehr: Die drei Fahnenstangen warten auf ihre neue Beflaggung.Foto: zvg

Kein schöner Anblick: Die drei Fahnen beim Schloss Wildegg waren kaputt und verlottert.Foto: zvg

Kein schöner Anblick: Die drei Fahnen beim Schloss Wildegg waren kaputt und verlottert.Foto: zvg

Eigentlich sollten sie stolz im Wind wehen – eigentlich. Doch die drei Fahnen beim Bärenkreisel haben ihre guten Tage längst hinter sich. Verwittert flattern sie in den Halterungen; ein Bild, über das sich der ein oder andere Einwohner so seine Gedanken machte – auch Bruno Sager, der hier am Bärenkreisel gleich gegenüber von seinem Wohnzimmer aus auf die Fahnen blickt. «Ein trauriger Anblick», sagt er und ergänzt: «Seit dem Sommer sieht es schon so aus. Es ist traurig zu sehen, dass die Beflaggung einer historischen Stätte aussieht wie der Ortseingang zu einem Slum.» Ein Zustand, den der besorgte Bürger nicht länger mitansehen wollte – Bruno Sager griff zum Telefon und kontaktierte den Kanton. «Natürlich fühlte man sich da nicht verantwortlich und wollte die Zuständigkeit auf die Gemeinde schieben», erinnert sich Sager. Doch er sei hartnäckig geblieben und hatte schliesslich Benjamin Mäder, Betriebsleiter Schloss Wildegg, in der Leitung. «Dieser informierte mich darüber, dass die Fahnen auf der Pendenzenliste stehen, es aber bisher noch keine Priorität gehabt habe», so Sager. Auf dessen nachdrückliches Bitten wurden die Fahnen schliesslich abgenommen. «Immerhin ein erster Schritt», so Sager, der sogar angeboten hatte, für den Ersatz der Flaggen selbst in die Tasche zu greifen. Nötig sein wird das nicht – auf Anfrage lässt Betriebsleiter Benjamin Mäder verlauten, dass bereits neue Fahnen bestellt worden seien. «Wir wechseln die Fahnen regelmässig aus, da sie ganzjährig der Witterung ausgesetzt sind. Da wir gerade keine mehr auf Lager hatten, mussten wir aber erst neue bestellen», sagt er. Liesse sich die Lebensdauer der Fahnen verlängern, würden sie, wie vielerorts auch, in der Nebensaison abgehängt? «Wir lassen sie hängen, da die Montage kompliziert und auch etwas gefährlich ist», erklärt Mäder.

So oder so: Die neuen Flaggen dürften wohl bald kommen – und wieder stolz im Wind wehen.

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Caroline Klemm und Lisa Steger, begleitet von Vital Julian Frey am Cembalo und Christoph Croisé am Basso Continuo.Foto: Peter Winkelmann
Region22.04.2026

Weltklasse zwischen Barock und Moderne

Niederlenz Strahlender Sonnenschein bildete die perfekte Kulisse für die 6. Niederlenzer Musiktage. Es war ein fantastisches musikalisches Wochenende in der…
Die aufgeblasenen Schweineblasen dienen dem Klopfen.Foto: Debora Hugentobler
Region22.04.2026

Winter gewinnt Eieraufleset

Dintikon Am zweiten Sonntag nach Ostern fand in Dintikon der traditionelle Eieraufleset statt – im Anschluss an das Gageln vom vorgängigen Wochenende.…
Weiher Haslirain.Foto: zvg
Region22.04.2026

Hilfe für die Gelbbauchunken

Möriken-Wildegg Am Haslirain in Möriken investiert die Stiftung Klas 200 000 Franken, um Amphibien und Wildbienen das Leben angenehmer zu machen.