Drei Tage Feuer, Freude und Feststimmung

Möriken-Wildegg Drei Tage Hitze, Herzblut und heisse Rhythmen: Unter dem Motto «Füür & Flamme» feierten Brunegg, Holderbank und Möriken-Wildegg ein Jugendfest, das genauso loderte wie die Sommersonne.

Es war heiss. Glühend heiss. Und doch: Die Stimmung an den drei Tagen Jugendfest in Brunegg, Holderbank und Möriken-Wildegg war mindestens ebenso feurig wie das Thermometer. Das Motto der Kreisschule Chestenberg – «Füür & Flamme» – hätte kaum besser sein können.

Schon am frühen Samstagmorgen vibrierte die Luft vor Erwartung. Böllerschüsse knallten über die Dächer von Wildegg, als wollten sie rufen: Heute ist unser Tag! Am Bahnhof formierte sich der Jugendfestumzug – Kinder, Lehrpersonen, Musikgruppen, Tambouren. Die Hitze flimmerte auf dem Asphalt, doch entlang der Umzugsroute drängten sich die Menschen in den Schatten der Bäume, wedelten mit Fächern und applaudierten. Die Kinder strahlten trotzdem. Oder vielleicht gerade deshalb.

Auf dem Festplatz angekommen, begrüsste Gemeindeammann und Grossrätin Jeanine Glarner die Anwesenden mit einer kurzen Rede, herzlich und pointiert. Dann begann das grosse Treiben: Während einige Kinder beim Harassenklettern der Jungschar in schwindelnde Höhen stiegen, tüftelten andere konzentriert im Escape Room der Reformierten Kirchgemeinde. Wer Lust auf Ruhe hatte, fand sie beim Basteln – wer lieber musizierte, auf der Bühne der Musikschule. Es duftete nach Bratwurst, Crêpes und frischer Zuckerwatte, überall klirrten Gläser und lachte man. Die schattigen Plätze waren so beliebt wie die Glacen.

Als der Abend kam, wurde es magisch. Die Feuershow «Baden brennt» entfachte Staunen – Flammen tanzten in den Himmel, Funkenregen begleitete waghalsige Kunststücke. Danach rockte die Band «Bomb 19» das Zelt. Funkige Riffs, tanzende Menschen, heisse Beats. Der Schweiss perlte, aber niemand wollte aufhören. Der Auftakt zum Fest hatte bereits am Freitagabend stattgefunden – jede der drei Gemeinden zelebrierte ihren traditionellen Zapfenstreich auf eigene Weise. In Möriken-Wildegg erwachte zeitgleich das zentrale Festgelände zum Leben: mit Beizen, Chilbi und Livemusik. Am Sonntag klang das Jugendfest bunt und stimmungsvoll aus. Der Tag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, es folgten Blasmusik, Tänze, Kindermusik und Zauberkunst. Ein Clown verzauberte Gross und Klein, während sich die Sonne auch am dritten Tag nicht bremsen liess. Doch trotz der Hitze – oder vielleicht gerade wegen ihr – war die Atmosphäre besonders: warmherzig, ausgelassen, lebendig. «Füür & Flamme» – das war in diesen Tagen weit mehr als ein Motto. Es war das Gefühl, das dieses Fest getragen hat. Ein Fest, das brannte – vor Freude, Zusammenhalt und unvergesslichen Momenten.

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