Viele Gründe für Grün

Staufen Zwischen der Kiesgrube Hugstöck und der Wohnüberbauung Esterli- Flöösch wirds grüner. Mit Hilfe von 13 Nordmannstannen, 60 Sträuchern sowie einer Traubeneiche, die über 30 Meter hoch und rund 700 Jahre alt werden könnte.

<em>Hoffen auf eine markante Pforte zum Dorf: </em>Vizeammann Katja Früh Haas, Denise Berger und Otto Moser beim Einpflanzen der Traubeneiche. Foto: Mirjam Stutz
<em>Hoffen auf eine markante Pforte zum Dorf: </em>Vizeammann Katja Früh Haas, Denise Berger und Otto Moser beim Einpflanzen der Traubeneiche. Foto: Mirjam Stutz

<em/>Gemeindeammann Otto Moser hatte seine Beweggründe für die Pflanzaktion entlang des Chrüzweges und begann zu schaufeln. Seine Gemeinderatskolleginnen Vizeammann Katja Früh Haas sowie Denise Berger halfen wacker mit. Eine Traubeneiche einpflanzen als Pforte zu Staufen ergibt sich schliesslich nicht alle Tage. In sieben Minuten war sie eingepflanzt. Nun hat sie womöglich 700 Jahre Zeit, tiefe Wurzeln zu schlagen und zu wachsen. Thomas Waltenspühl, Revierleiter-Stellvertreter bei den Forstdiensten Lenzia, glaubt an beste Voraussetzungen für das gute Gedeihen der tiefwurzelnden Eiche. Vorgängig hat Waltenspühl mit seinem Gehilfen bereits 13 kleine Nordmannstannen eingepflanzt und fachmännisch eine Hecke angelegt mit Kornelkirschen, Sanddorn, Schwarzdorn, Heckenrose und Holunder. Ermöglicht wurde das grüne Vorhaben dank dem Zukauf eines Streifen Landes.

Am Donnerstagabend, 28. November, wird auf dem Lindenplatz zum 20. Mal traditionell der Weihnachtsbaum aufgerichtet und mit Lichterketten geschmückt. Für dieses Jahr konnte, vom Lottenweg stammend, ein schmuckes Exemplar gefunden werden. «Doch nun ist meine Tannenbaum-Warteliste leer», hielt Gemeindeammann Otto Moser etwas melancholisch fest. Die 13 Nordmannstannen sollen für Nachwuchs sorgen und mithelfen, den Brauch im Dorf zu sichern. Am Pflanz- event wurde heftig gerätselt, wann das erste Exemplar die Höhe erreicht, um mit dem Lenzburger Baum in der Rathausgasse die Wette aufzunehmen.

Beim Hoffen auf Nachwuchs blieb es nicht. Die Gemeinde will der Natur etwas zurückgeben, im Wissen, dass mit der Wohnüberbauung Esterli-Flöösch topfebenes Kulturland geopfert wurde und Grünraum verschwand. Hand aufs Herz: Werden die heranwachsenden Bäume und Sträucher zudem nicht einst wohltuend als grüne Kontrastpunkte zu den hellen, stramm aufgereihten Wohnblocks empfunden?

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