Bessere Trainingsmöglichkeiten mit Kunstrasen

Niederlenz Der Fussballclub Niederlenz ist seit 1960 ein gut geführter Verein in der Jugend- und Sportförderung im Dorf. Der Sportplatz Altfeld steht für attraktive Bedingungen für den Fussballclub, aber auch für andere Vereine und den Schulsport.

Im Dezember 2023 wurden erste Gespräche zwischen dem Gemeinderat und der Projektgruppe «Kunstrasen» vom Fussballclub für den Einbau einer Kunstrasenfläche direkt vor dem Garderobengebäude geführt. Auf dieser Fläche von rund 8500 m2 wird tagtäglich zwischen April und Oktober viel Fussball gespielt, was den Rasen sehr belastet. «Dieser Platz hat auch ein starkes Gefälle, dadurch wird er bei Regen schnell schmierig und rutschig und somit unbespielbar», erklärte Urs Zahner vom Projektteam an einer Infoveranstaltung für die Bevölkerung von Niederlenz am Dienstag, 1. Juli, direkt vor Ort.

Jugendarbeit wird stark gefördert

Im Verein spielen aktuell 4 Frauen- und 15 Männerteams mit insgesamt 382 Spielerinnen und Spielern, davon 243 Mitglieder unter 18 Jahren. Die Jugendarbeit fördert gerade bei Kindern die Persönlichkeitsentwicklung, sie lernen Teamgeist, Disziplin, Selbstvertrauen wie auch Eigenständigkeit. Auch die Förderung des Frauenfussballs ist seit Jahren ein Kernanliegen im Verein, die letzten Erfolge mit dem zweimaligen Aargauer Cupgewinn zeugen davon.

Der Kunstrasenplatz soll die Trainingsmöglichkeiten für den FCN wetter- und vor allem winterfest machen, was zudem für Entlastung der Turnhallenkapazitäten während der Wintermonate zugunsten anderer Vereine führen soll.

Grosser finanzieller Aufwand

Die Gesamtkosten für den Kunstrasenplatz belaufen sich auf rund 2 Mio. Franken. Ein kantonales Förderprogramm, für welches der Verein von 11 ausgewählten den Zuschlag erhielt, bringt 400000 Franken ein, der Fussballclub selber wird 300000 Franken beisteuern. Somit beträgt der Gemeindeanteil noch rund 1,27 Mio. Franken. Am Infoabend wollten rund 40 Anwesende mehr Details zu diesem Projekt, das an der kommenden Gemeindeversammlung ein wichtiges Traktandum sein wird, erfahren. Die meisten Fragen galten dem Thema Kosten, die Kostenbeteiligung wurde daher auch wie oben erwähnt frühzeitig mit dem Gemeinderat besprochen, wie Gemeinderat Remo Gspandl bestätigte. Laut Projektmitglied Matthias Burkard würde das Gemeindebudget mit jährlichen Mehrausgaben von 60000 Franken oder rund 21 Franken pro Einwohner belastet.

Kunstrasen ist multifunktionsfähig

Laut Martin Rinderknecht, Projektleiter vom Planungsbüro Plangrün AG, Rotkreuz, ist der Kunstrasen, der hier eingeplant ist, eine mit Quarzsand und Kork befüllte nachhaltige Variante. «Somit kann der Platz auch für viele andere Sportarten genutzt werden», ergänzte FC-Co-Präsident Patrick Kern und will damit die andern Dorfvereine dazu animieren, ihre Wünsche für eine Platzbenützung mitzuteilen, damit diese frühzeitig in die Planung einfliessen können. Denn der FCN-Slogan gilt für alle Mitwirkenden: «Nor zäme simmer starch!».

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Roman Frey aus Möriken-Wildegg mit seinem kürzlich erschienenen Buch «Was der Stein nicht sagt».Foto: Verena Schmidtke
Region30.09.2026

Wie aus einem verschwundenenGrabstein ein Buch entstand

Möriken-Wildegg Der Möriker Roman Frey beginnt aus persönlichen Gründen, die Geschichte seiner Familie zu recherchieren. Den Plan, diese Erfahrung in Buchform…
Ajet Asani und seine Frau Valbona bringen mexikanisches Flair in den Niederlenzer «Frohsinn».Foto: Romi Schmid
Region30.09.2026

Fiesta im Frohsinn: Jetzt sind Tacos drin

Niederlenz Seit Anfang August wird im Restaurant Frohsinn in Niederlenz neu gekocht: Ajet Asani hat den traditionsreichen Betrieb übernommen und setzt vor…
Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»
Region30.09.2026

Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»

Rupperswil Rupperswil hat mit der «Vision 2035+» die langfristige Entwicklung der Gemeinde skizziert. Nun zeigt sich, welche Vorhaben zuerst konkret werden…