Viel Arbeit im Othmarsinger Forst

Damit die Auslichtungsarbeiten am Felskopf in Othmarsingen ausgeführt werden können, ist für den Abtransport der gefällten Bäume eine Schneise notwendig.

Der Felskopf (Erhöhung Bildmitte) wird kaum mehr wahrgenommen. Foto: zvg
Der Felskopf (Erhöhung Bildmitte) wird kaum mehr wahrgenommen. Foto: zvg

Am Felskopf in Othmarsingen wurden seit Jahren keine Waldpflegemassnahmen mehr durchgeführt, er lässt sich mittlerweile nur erahnen. Keine freie Sicht mehr aus dem Dorf hinauf, auf das Wahrzeichen von Othmarsingen, auf welchem traditionell das 1.-August- Feuer entfacht wird. Auf Wunsch der Ortsbürgergemeinde Othmarsingen führen die Forstdienste Lenzia nun Auslichtungsarbeiten auf dem Felskopf durch. Damit die zu fällenden Bäume – vorwiegend Buchen – überhaupt abtransportiert werden können, ist eine Schneise hinunter zum Waldrand erforderlich. «Diese Massnahme dient auch dazu, dass die Bäume nicht quer fallen und eventuell anderen Bewuchs verletzen», erklärt Markus Dietiker, Verkaufsleiter der Forstdienste Lenzia. Mit den Arbeiten will man Ende November beginnen. Auch wenn für den Betrachter die Schneise von 20 Meter Breite und80 Meter Länge etwas gross erscheinen mag, ist es für den Fachmann Markus Dietiker eine zusätzliche Chance, nach den Arbeiten die Naturverjüngung in diesem Gebiet zu fördern.

Waldrandpflege

Im Zuge dieser Rodungsarbeiten werden die Forstdienste Lenzia am Waldrand (Eisplatz in Richtung Dottikon) Pflegearbeiten beim Waldrand vornehmen. «Es werden Bäume zurückgeschnittensowie Auslichtungsarbeiten vorgenommen», führt Dietiker aus.

Projekt «Stufiger Waldrand» läuft aus

Für die Arbeiten am Felskopf und entlang des Waldrandes werden keine Kantonsbeiträge fliessen. Anders verhält es sich beim Gislisberg. Dort werden rund 500 Meter Waldrand gemäss dem Projekt «Stufiger Waldrand» aufgewertet. «Über eine lange Zeit leistete der Kanton für die Ersteingriffe zur Förderung der stufigen Waldränder Beiträge. Dieses Projekt läuft nun aus», führt Walter Urech, Präsident der Forst- und Ortsbürgerkommission Othmarsingen, aus. Beim Gislisberg werden rund 2/3 ausgelichtet und ein hoher Anteil Todholz muss nach dem Eingriff vorhanden sein. Der höhere Lichteinfall ist für die randnahen Pflanzen wie Feldahorn und Kirsche und die dort lebenden Tiere von immenser Wichtigkeit. Ein sinnvoller Nebeneffekt ist auch, dass mehr Licht auf die waldnahen Felder fällt, was – so ist Dietiker überzeugt – die Landwirte freut. Diese Arbeiten werden in den Wintermonaten ausgeführt und vor der Brutsaison der Vögel abgeschlossen sein.

Unwetterschäden

Othmarsingen wurde im Jahr 2016 von einigen Unwettern heimgesucht, die Folge davon sind extreme Abschwemmungen auf den Waldwegen. Sie stellen für die Waldbenutzer eine Gefahr dar. Besonders jetzt im Herbst, da die Löcher wegen des Herbstlaubes kaum sichtbar sind. Rund 8 km der Waldstrassen sind betroffen. In einem ersten Schritt werden als Sofortmassnahmen die Gräben aufgefüllt, die Wiederinstandstellung wird aus Kapazitäts- und Kostengründen auf mehrere Jahre verteilt.

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