Verjüngungskur für die Kirche
Die reformierte Kirche von Möriken-Wildegg wird gegenwärtig einer umfassenden Sanierung unterzogen. Kürzlich lud die Baukommission zur Baustellenbesichtigung ein.

Seit einigen Wochen müssen die Bewohner von Möriken-Wildegg auf die Glockenschläge der reformierten Kirche verzichten und auch die Uhr ist verschwunden: Das aus dem Jahr 1950 stammende Gebäude wird einer dringend nötigen Renovierung und Modernisierung unterzogen.
Bereits frisch gestrichen sind die Aussenwände des Kirchenschiffs und des Chors, und zwar in einem Weiss, das zur Steinumrandung der Fenster passt, wie Architekt Fred Zimmer vom Lenzburger Architekturbüro Zimmerli + Partner erläutert. Durch die am Gerüst befestigten Schläuche wird gegenwärtig Dämm-Material unter das Dach geblasen und so der Dachstuhl abgedichtet. Vor Beginn dieser Arbeiten musste allerdings die Feuerwehr etliche Wespennester entfernen.
Im Rahmen der Innensanierung entstehen im hinteren Teil der Kirche eine kleine Teeküche sowie ein Materialschrank und Platz für Klappstühle. Alle elektrischen Leitungen werden erneuert, die Lampen neu mit LED-Leuchten bestückt und unter der Empore wird eine Beleuchtung samt Notlicht installiert.
Den grössten Kostenpunkt der ganzen Sanierung stellen die im Untergeschoss untergebrachten Steuerungen für Wärmepumpe, Glocken, Uhr, Licht, Lautsprecher, Heizung usw. dar. Neu werden einzelne Fenster mit einer Automatik ausgerüstet, welche die Feuchtigkeit in der Kirche mittels Luftaustausch reguliert.
Noch ist der Kirchenraum leer: Die Bänke werden überholt und sehen dann wieder wie neu aus. Das gesamte Holzwerk im Chor wird aufgefrischt. Auch der unter Denkmalschutz stehende Taufstein sowie die Antonius-Glocke werden als stumme Zeugen vergangener Zeiten wieder in die Kirche zurückkehren.
«Wir sind im Zeitplan drin», bestätigt Architekt Zimmerli. Und auch der Kostenrahmen sollte nicht überschritten werden, obwohl etliche Betonschäden im Kirchturm zusätzliche Kosten verursacht haben. Der feierlichen Einweihung der renovierten Kirche am 5. November steht also nichts mehr im Weg.



