Veltheimer Ortsbürger sagen «Ja» zur Steinbruch-Erweiterung
Die Ortsbürger von Veltheim stellen ihr Land für den Kiesabbau im Steinbruch Jakobsberg-Egg zur Verfügung.
Am Freitag entschied die Ortsbürgerversammlung von Veltheim in einer geheimen Abstimmung mit 37 Ja zu 7 Nein-Stimmen, dass sie ihre Parzelle 645 im Gebiet Ost für den erweiterten Kies-Abbau im Steinbruch Jakobsberg-Egg zur Verfügung stellen möchte.
Die Zustimmung der Ortsbürgergemeinde war nötig, da die Erweiterungspläne der Jura-Cement-Fabriken (JCF) die Parzelle der Veltheimer Ortsbürger tangieren.
Mit der Gutheissung der Anträge wird der Gemeinderat von Veltheim ermächtigt, einen Vorvertrag abzuschliessen, der die Ortsbürgergemeinde zum Abschluss eines Dienstbarkeitsvertrages über den Gesteinsabbau und die Wiederauffüllung auf der Parzelle 645 verpflichtet. Ausserdem kann der Gemeinderat die Einzelheiten des Dienstbarkeitsvertrages aushandeln und diesen unterzeichnen. Für die zur Verfügungsstellung der rund 93000 mgrossen Parzelle erhält die Ortsbürgergemeinde rund 385000 Franken Entschädigung.
Um die Zukunft des Zementwerks in Möriken-Wildegg bis im Jahr 2040 zu sichern, benötigen die Jura-Cement-Fabriken neue Abbaugebiete in ihrem Steinbruch Jakobsberg-Egg. Die derzeitigen Kalkstein-Vorräte reichen nur noch rund vier Jahre. Im März entschied der Grosse Rat, dass der Steinbruch erweitert werden kann, und genehmigte den Eintrag im Richtplan mit 102 zu 10 Stimmen.
Auensteiner entscheiden im Januar
Bis zum grünen Licht für die Erweiterung ist es aber noch ein langer Weg. Zuerst müssen Auenstein und Veltheim die Erweiterung konkret in der Ortsplanung festlegen. Dazu ist eine Änderung der Nutzungsordnung nötig und damit das Einverständnis beider Einwohnergemeinden. Bis im Frühling 2020 sollen die «Gmeinden» über die Teilnutzungsplanung zur Erweiterung des Steinbruchs befinden.
Ebenfalls Ja sagen muss die Ortsbürgergemeinde von Auenstein. Auch sie ist Besitzer einer Parzelle, auf der die Erweiterung geplant ist, das Landstück liegt im Bereich West. Die Auensteiner Ortsbürger entscheiden darüber Anfang 2018.
Im Gebiet West soll der Abbau zwischen 2022 und 2030 stattfinden, der Abbau im Bereich Ost in den Jahren 2028 bis 2040. (Melanie Solloso)



