Trotz Rekord-Investition ist das neue Schulhaus kein Luxus-Bau
Im Vorfeld des Jugendfestes wurde in Hunzenschwil das neue Oberstufenschulhaus eingeweiht.

Der Schulbetrieb läuft hier schon seit den Frühlingsferien, offiziell eingeweiht wurde das Oberstufenschulhaus nun im Vorfeld des Hunzenschwiler Jugendfestes. Der Bau hat «eine grosse Bedeutung für die Gemeinde», betonte Gemeindeammann Silvana Richner in ihrer Ansprache.
Die Bedeutung begrenzt sich nicht nur auf die Tatsache, dass nun den älteren Schülern zeitgemässer Schulraum mit all dem heutzutage notwendigen Umfeld wie Gruppenzimmern und interaktiven Wandtafeln zur Verfügung steht. Das lediglich zwei oberirdische Etagen umfassende Gebäude mit total sieben Unterrichtszimmern setzt mit seiner Riegelform auch einen städtebaulichen Akzent, indem es das Viertel der öffentlichen Bauten sauber abschliesst.
Der durch den Gemeindesaal im Neubau und dem bestehenden Schulhaus aus den 70er-Jahren gebildete Innenhof eignete sich bestens für die Einweihungszeremonie. Michael Umbricht, der als Generalsekretär die besten Wünsche des kantonalen Departements Bildung, Kultur und Sport überbrachte, lobte den Hunzenschwiler Schulhausbau als «gelungenes Beispiel».
Beispielhaft ja, aber nicht verschwenderisch: Beim vorgängigen Rundgang wollte Gemeindeammann Richner von einem «Luxus-Bau» nichts wissen. Obwohl hier mit voraussichtlichen Kosten von 12,5 Millionen Franken das teuerste Projekt der Gemeindegeschichte realisiert worden ist, sei man sehr haushälterisch mit den Mitteln umgegangen.
«Der erste Eindruck täuscht», ist Silvana Richner überzeugt: «Hier wurden einfach schöne Materialien sehr effizient eingesetzt.» Die Natursteinplatten auf dem Fussboden wurden etwa im Fischgratmuster und im WC gebogene schwarze Keramik-Plättli aus Tschechien verlegt. Und Platz für bauliche Innovationen hatte es auch noch: Das Mauerwerk im neuartigen KeX-System ist speziell erdbebensicher.



