Staufen hat jetzt sein eigenes Wimmelbild
Staufen «Wo ist Walter?» kennt fast jeder. Nun hat auch Staufen seine eigene Suchfigur: Albert, den kleinen Affen vom Affenbrunnen. In einem neuen Wimmelbild versteckt er sich zwischen Dorfgeschichte, Schulhaus, Quartieren, Wegen und kleinen Alltagsszenen – und lädt dazu ein, Staufen neu zu entdecken.
Der Affenbrunnen gehört zu Staufen wie der Staufberg. Hoch oben sitzt dort der kleine Affe mit den Trauben in der Hand und blickt über das Dorf. Nun bekommt er eine neue Rolle: Albert ist die Hauptfigur des neuen Staufner Wimmelbilds.
Die Idee dazu entstand, nachdem alt Gemeinderat Gallus Zahno ein Wimmelbild aus Spreitenbach gesehen hatte. Das Format gefiel ihm, doch ihm fehlte eine Figur mit Wiedererkennungswert – eine, die zum Dorf gehört und Kinder wie Erwachsene anspricht. In Staufen lag diese Figur nahe: der Affe vom Affenbrunnen. Aus dem Gedanken wurde «Wo ist Albert?».
Zum Bild gehört auch eine Geschichte. Verfasst hat sie die Staufnerin Sabina Tschachtli, Redaktorin der Dorfzeitung. Darin wird Albert zum kleinen Staufner Original, das vom Brunnen aus das Dorfleben beobachtet. An seiner Seite taucht auch Serafina auf, die Schlange vom Affenbrunnen. So erhält das Wimmelbild nicht nur eine Suchfigur, sondern auch eine eigene kleine Erzählwelt. Gezeichnet wurde das Wimmelbild vom Wettinger Grafiker Julien Gründisch. Er besuchte Staufen mehrfach, machte Fotos, schaute sich Gebäude, Wege, Quartiere und markante Orte an und setzte daraus eine eigene Dorfansicht zusammen. Eine Herausforderung war dabei die Perspektive: Staufen liegt nicht flach und übersichtlich da, sondern rund um den Staufberg, mit alten Dorfteilen, neuen Quartieren, Wald, Schulhäusern, Strassen und Wegen.
Allerlei zu entdecken
Das Resultat zeigt Staufen nicht als exakten Ortsplan, sondern als liebevoll verdichtetes Dorfbild. Zu entdecken sind historische Bezüge, der Staufberg, das Schulareal, Wohnquartiere, Natur, Spielplätze, Wege, Begegnungsorte und viele kleine Szenen aus dem Alltag. Gerade auch Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger sollen so einen spielerischen Zugang zum Dorf erhalten. Für Kinder ist es vor allem eines: ein Suchbild. Wo ist Albert?
Rund 120 Stunden Arbeit stecken im Wimmelbild. Finanziert wurde das Projekt über die Abwasserkasse der Gemeinde; deshalb ist auch der Wasserkreislauf Teil der Darstellung. Gezeigt wird, wie Wasser vom Himmel über Quelle, Brunnen und Kanalisation bis zur Abwasserreinigungsanlage Wildegg gelangt und danach gereinigt in die Aare fliesst. Damit erhält das Wimmelbild auch einen pädagogischen Mehrwert: Kinder können daran entdecken, was mit Wasser geschieht, das im Alltag meist einfach verschwindet.
Albert zieht ins Schulhaus
Eng verbunden ist das Wimmelbild mit dem neuen Schulhaus. Zur Eröffnung soll es der Bevölkerung in Form einer Faltkarte abgegeben werden. Zudem werden einzelne Elemente aus dem Wimmelbild im Schulhaus selbst wieder auftauchen, etwa auf Folien an Glastüren oder in der Signaletik. Albert kann also künftig nicht nur auf Papier gesucht werden, sondern auch im Schulhaus. Vorgestellt wurde das Werk der Presse übrigens am Affenbrunnen. Passender hätte der Ort kaum sein können. Denn hier beginnt die Geschichte: mit einem Brunnen, einem Affen, einer Schlange – und einem Dorf, das sich im eigenen Wimmelbild wiederfinden kann.







