Gemeinde knackt magische Zahl
Niederlenz Lukas Schmid ist der 5000. Einwohner von Niederlenz. Der Zuzug der dreiköpfigen Familie bedeutet einen Meilenstein in der Entwicklung der Gemeinde.

Lange sprach man über Niederlenz von einer Gemeinde mit knapp fünftausend Einwohnern. «Jetzt ist dieser Meilenstein erreicht und es sind sogar schon ein paar mehr», meinte Gemeindeammann Remo Gspandl dazu. Vor zehn Jahren, Ende 2016, wies die Gemeinde Niederlenz 4682 Einwohner auf. Es sind seither viele neue Einfamilienhausquartiere entstanden und mit der entstehenden Überbauung Bölli Süd und weiteren möglichen Wohnflächen im Gebiet der früheren Gartenbauschule, an der Ostseite der Kantonsstrasse/Hübelweg, im Gebiet Unterer Steinler und im Hetex-Areal stehen die Prognosen der künftigen Bevölkerungsentwicklung bei rund 5500 Einwohnern für das Jahr 2030. Das kontinuierliche Wachstum zeigt, dass Niederlenz als Wohn- und Lebensort attraktiv bleibt und sich positiv entwickelt.
Anforderungen an die Infrastruktur
Mit dem Bevölkerungswachstum steigen jedoch auch die Anforderungen an die Infrastruktur und die öffentlichen Dienstleistungen. Insbesondere im Bereich Schulraumplanung gewinnt dieser Schritt laut Gspandl an Bedeutung, da künftig zusätzlicher Platz in den Schulräumen benötigt werden könnte. Auch bestehende Einrichtungen wie Turnhallen, Vereinslokale und weitere öffentliche Räumlichkeiten werden stärker genutzt und müssen langfristig an die wachsenden Bedürfnisse angepasst werden. In diesem Zusammenhang kommt auch dem laufenden Umbau des Gemeindehauses eine wichtige Bedeutung zu: «Damit sollen zusätzliche zeitgemässe Räume geschaffen sowie die Infrastruktur den zukünftigen Anforderungen der Verwaltung und der Bevölkerung angepasst werden.»
Von Japan zurück nach Hause
Mitte März ist Lukas Schmid mit seiner Frau Kelly und ihrem dreijährigen Sohn Noa an seinen Geburtsort zurückgekehrt und in das Haus seiner Eltern am Rosensteg 6 eingezogen. Durch die Handelskammer Schweiz-Japan (SJCC) nutzte er im Jahre 2019 die Möglichkeit, nach Japan zu gehen, zunächst für sechs Monate, um Japanisch zu lernen und anschliessend sechs Monate in einer japanischen Firma als Informatiker zu arbeiten. Aus diesen sechs Monaten wurden letztlich sechs Jahre inklusive Heirat und der Geburt ihres Kindes. Er war von die «Auszeichnung zum 5000. Niederlenzer» überrascht, freute sich aber sehr: «Als ich in der Primarschule war, hatte Niederlenz noch knapp 4000 Einwohner. Heute sind es bereits 5000. Im Vergleich zu den rund 14 Millionen Einwohnern von Tokio mag das nach wenig klingen, doch die Entwicklung ist ähnlich – Orte in der Nähe von Städten wachsen stetig. Dank seiner zentralen Lage im Kanton Aargau ist Niederlenz ein attraktiver Wohnort, und das schätze ich sehr.» Für Schmid ist diese Entwicklung gut, er wünscht sich aber trotz Wachstum, dass Niederlenz ein Ort bleibt, an dem man seine Nachbarn kennt, einander unterstützt und respektvoll miteinander umgeht.



