Sanierung des Aarestegs auf gutem Weg

Noch ist nicht alles unter Dach und Fach, um mit der Sanierung des Aarestegs Holderbank–Veltheim starten zu können. Die neuen Besitzer – die Gemeinden Holderbank und Veltheim – müssen die Verträge mit der bisherigen Eigentümerin Fixit AG erst noch unterzeichnen.

Soll saniert werden: Der Steg über die Aare, der Holderbank mit Veltheim verbindet. Foto: Carolin Frei
Soll saniert werden: Der Steg über die Aare, der Holderbank mit Veltheim verbindet. Foto: Carolin Frei

Auch wenn wir der Fixit AG den Aaresteg für einen symbolischen Betrag von einem Franken abkaufen können, müssen die rechtlichen Schritte für die Überschreibung doch eingehalten werden», sagt Herbert Anderegg, Gemeindeammann von Holderbank. Die Vorbereitungen dafür seien zeitintensiv, würden noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Nach der Vertragsunterzeichnung wird man als Erstes ein Planungsbüro an Bord holen, um gemeinsam abzuwägen, was alles auf der Fussgängerseite auf dem Steg saniert werden muss. Es gäbe noch viele offene Fragen.

Fixit hält an Transportband fest

Klar sei etwa, dass die Fixit an ihrem Transportband auf dem Steg festhalte und dass dies Auswirkungen auf die Nutzungsbewilligung durch den Kanton habe. Es gebe zwingende Sanierungsmassnahmen und solche, die zu haben «nett» wären. Zwingend müssen unter anderem die Holzbretter des Bodens erneuert werden. Sie sind morsch, könnten durchbrechen. Zwingend müsse auch die Tragfähigkeit geprüft und eventuell aufgerüstet werden. Hingegen sei die Sanierung des steilen, schmalen Treppenaufgangs kein «Muss». Dieses Thema werde nur angegangen, wenn «Geld übrig» wäre.

Gemeinsam mit dem Planungsbüro werden die nötigen Schritte aufgelistet und die Arbeiten ausgeschrieben. Aufgrund der Handwerker-Offerten wisse man dann, was an Kosten auflaufen werde. Sobald die Handwerker bestimmt und der Zeitfahrplan festgelegt ist, kann mit der Sanierung begonnen werden. Dies dürfte im Sommer der Fall sein. Wenn alles nach Plan läuft, kann der Steg im Herbst eröffnet werden.

Schweizweit ein Novum

Die Sanierung des 2008 geschlossenen Aarestegs wurde auf der Crowdfunding-Plattform ideenkicker.ch ausgeschrieben. Schweizweit ein Novum, über eine Schwarmfinanzierung ein Projekt der öffentlichen Hand mit einer Teilfinanzierung zu sponsern. Nur eine Woche nach der Lancierung wurden über 20000 Franken generiert. «Diesen Betrag haben wir uns als minimales Ziel gesetzt», sagt Anderegg. Umso erfreuter waren er und sein Veltheimer Amtskollege Ulrich Salm, als schlussendlich gegen 40000 Franken zusammenkamen. Der Mehrerlös aus dem Crowdfunding soll für den künftigen Unterhalt des Stegs verwendet werden.

Bezüglich Sanierungskosten wurden im Vorfeld drei mögliche Varianten ausgearbeitet, deren Kostenschätzung von 90000 über 190000 bis zu 320000 Franken geht. Die minimale Variante wurde fürs erste in Auge gefasst. Je 20000 Franken sollen bei diesem Sanierungsvorschlag von den beiden neuen Besitzergemeinden getragen werden, 30000 Franken würden Industrie und Gewerbe beisteuern und 20000 Franken sollten übers Crowdfunding erbracht werden. «Die drei Kostenschätzungen wurden vor zwei Jahren gemacht, sie sind nicht mehr wirklich aktuell. Den effektiven Finanzierungsbedarf liefern, wie bereits erwähnt, die Handwerkeroffer-ten», betont Gemeindeammann Anderegg.

«Ich bin stolz auf die finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Sanierung des Aarestegs ist ja nicht zwingend eine Sache, die von der Gemeinde zu tragen ist», sagt Anderegg. Er könnte sich vorstellen, bei weiteren Wünschen aus der Bevölkerung, etwa einem Spielplatz, ebenfalls eine gemischte Finanzierung mit einem Crowdfunding ins Auge zu fassen.

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