Saison geht mit Ausschiffen zu Ende

Rupperswil Nach einer langen und erfolgreichen Saison ist das Ausschiffen und Reinigen der Pontons ein wichtiger Punkt im Terminkalender des Wasserfahrvereins Rupperswil.

<em>Bootauswassern:</em> Der letzte Militärponton wird von Sara Bänziger (hinten) und Jürg Lüscher zum Ausschiffen an den Bootssteg bewegt.

<em>Bootauswassern:</em> Der letzte Militärponton wird von Sara Bänziger (hinten) und Jürg Lüscher zum Ausschiffen an den Bootssteg bewegt.

<em>Reinigung: </em>Die Militärpontons werden abgekärchert und geschrubbt, um sie fein säuberlich ins Depot Brugg zu bringen.

<em>Reinigung: </em>Die Militärpontons werden abgekärchert und geschrubbt, um sie fein säuberlich ins Depot Brugg zu bringen.

<em>Detailarbeiten:</em> Auch die Stacheln werden gepflegt.

<em>Detailarbeiten:</em> Auch die Stacheln werden gepflegt.

Am letzten Samstag, 6. Oktober, war es wieder so weit: Die Mitglieder des Wasserfahrvereins standen schon frühmorgens vor acht Uhr bereit, um eine überaus erfolgreiche Sommersaison auf dem Wasser abzuschliessen. Unten an der Aare bewegen Sara Bänziger und Jürg Lüscher den letzten Militärponton, der noch aus dem Wasser muss. Mit kräftigen Armbewegungen steuern sie die Rampe am steilen Aarebord an. Oben auf dem Weg stehen Helfer und ein alter Bührertraktor, der den rund 400 Kilo schweren Ponton aus dem Wasser zieht. Mit vereinten Kräften wird der Militärponton zum Abkärchern und zum Schrubben vor dem Klubhaus bereitgelegt.

Die zwei blauen Pontons gehören dem Verein, und auch diese wurden ausgeschifft und gründlich von Algen und vom Herbstlaub gesäubert. Ein Ponton wird über die Winterszeit wieder ins Wasser geschoben. «Es gibt immer Mitglieder, die auch in der kälteren Jahreszeit auf die Aare hinaus wollen», begründet Sara Bänziger diese Aktion.

Sport auf der Aare

Das Wasserfahren auf der Aare wird durch viele Vereine als Sportart betrieben, wobei jeweils zwei Wettkämpfer einen Fahrtrupp bilden. Der Steuermann und der Vorderfahrer arbeiten als Team zusammen, um das Boot schnell und präzise auf dem Wasser zu bewegen. Dies fordert nicht nur Kraft, sondern auch Geschicklichkeit, eine gute Koordination des Fahrerpaares und eine genaue Kenntnis des Wassers, was nur durch jahrelanges Üben erworben werden kann.

Sara kam durch ihren Freund zum Wasserfahren. «Es ist meine erste Saison, aber es bereitet mir sehr viel Spass», schwärmt sie, «draussen in der Natur, zusammen mit guten Freunden – das ist einfach toll.»

Derweil ging es beim Klubhaus tüchtig zur Sache. Mittlerweile waren rund 25 Mitglieder am Schrubben der acht Pontons. Die langen Stacheln, mit denen die Boote gesteuert werden, wurden ebenfalls gereinigt. Die Umgebung rund ums Klubhaus wurde fein säuberlich aufgeräumt, bevor der gemütliche Teil diesen arbeitsintensiven Samstag beendete. «Die Kameradschaft ist auch in unserem Verein sehr wichtig», fasste Präsident Roland Vonhuben den Einsatz zusammen, «es ist schön, wenn immer alle tatkräftig mithelfen.»

Um die nötige Kondition zu erhalten, wird während der Wintersaison einmal pro Woche in der Turnhalle trainiert, damit alle wieder fit sind, wenn am 30. März 2019 mit dem Einschiffen der Boote die neue Sommersaison auf der Aare startet.

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