Regierungsrat hält an Streichung fest

Die Antwort des Regierungsrats auf die Interpellation gegen die Streichung der RE-Halte in Wildegg ist ernüchternd. Die Vorstösser kämpfen trotzdem weiter.

Im vergangenen Juni haben sich Lokalpolitiker mit einer Interpellation gegen eine Streichung des Halts des Regionalexpress Wettingen–Baden–Aarau–Olten in Wildegg in den Hauptverkehrszeiten an den Regierungsrat gewandt. Die Antwort des Regierungsrats liegt nun vor.

An der vorgesehenen temporären Streichung der RE-Halte in Wildegg zu den Hauptverkehrszeiten ab Dezember 2017 bis ins Jahr 2020 hält er fest. Der vorübergehende Wegfall der RE-Halte in Wildegg könne nicht rückgängig gemacht werden, da die Abhängigkeiten zu den vorgesehenen Ausbauschritten auf der S3 und der S26 zu gross seien, schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort auf die Interpellation.

Gemeinsam mit den SBB habe man Alternativen gesucht, doch der Spielraum sei stark eingeschränkt. Eine Alternative wäre ein Verzicht auf die Angebotsausbauten der S3 im Dezember 2017 und der S26 im Dezember 2018. In Anbetracht der grossen Bedeutung der beiden Ausbauschritte und der Kompensationsmassnahmen auf der S29 ist der Regierungsrat aber der Ansicht, dass der vorübergehende Wegfall der Halte in Wildegg in Kauf genommen werden müsse.

Vorstösser geben nicht auf

Auf die Frage der Interpellanten, ob sichergestellt sei, dass die Ausfälle nicht dauerhaft gestrichen würden, versichert der Regierungsrat: «Die Gründe für den Wegfall der RE-Halte in Wildegg fallen mit der Inbetriebnahme der durchgehenden Vierspur Olten–Aarau weg und die RE werden ab Dezember 2020 wieder in Wildegg halten.»

Die Vorstösser werden sich kaum mit der Antwort des Regierungsrats zufriedengeben. Sie kämpfen weiter mit viel Rückhalt für den Halt des REs in Wildegg. Über den Sommer haben die Petitionäre Heinz Würgler und Daniel Störi aus Möriken-Wildegg rund 3500 Unterschriften gegen die Streichung der Regionalexpress-Halte in Wildegg gesammelt.

Vergangenen Dienstag übergab der Initiant des Vorstosses, Heinz Würgler, die Petition um 9.45 Uhr in Aarau an Staatsschreiberin Vincenza Trivigno. In seinem Vorstoss unterstützt wird er laut Grossrätin Janine Glarner nach Möglichkeit durch die Interpellanten. Mit der Petition möchten die Vorstösser den Stellenwert des Bahnhofs Wildegg stärken und erhoffen sich, dass sich der Regierungsrat für ihr Anliegen einsetzt. (Melanie Solloso)

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