«Ohne die zweite Geige gibt es keine Harmonie»

Die Vorstandsmitglieder des Gemeindeverbands SDRL mit dem verabschiedeten Präsidenten Josef Niederberger.Foto: zvg

Die Vorstandsmitglieder des Gemeindeverbands SDRL mit dem verabschiedeten Präsidenten Josef Niederberger.Foto: zvg

Vorsitzende der Geschäftsleitung Franziska Haltinner mit Josef Niederberger und Christine Iten, der neuen Präsidentin des Gemeindeverbands SDRL (v.l.n.r.).Foto: zvg

Vorsitzende der Geschäftsleitung Franziska Haltinner mit Josef Niederberger und Christine Iten, der neuen Präsidentin des Gemeindeverbands SDRL (v.l.n.r.).Foto: zvg

Region An der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands Soziale Dienstleistungen Region Lenzburg (SDRL) standen neben den ordentlichen Geschäften auch personelle Wechsel im Zentrum. Josef Niederberger wurde nach 16 Jahren im Vorstand verabschiedet. Seit 2020 hatte er den Verband als Präsident geführt. Zu seiner Nachfolgerin wurde Christine Iten gewählt.

Am 16. Juni fand die jährliche Abgeordnetenversammlung des SDRL statt. Die Abgeordneten genehmigten die Jahresberichte des Präsidenten und der Geschäftsleitung sowie die Rechnung 2025 und das Budget 2027. Zudem wurde eine Teilrevision der Satzungen thematisiert und über aktuelle Projekte informiert.

Neues Präsidium gewählt

Bei der Gesamterneuerungswahl wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Christine Iten, Gemeinderätin Seon, Nadia Negro, Gemeinderätin Egliswil, Fabian Wildi, Gemeinderat Rupperswil, Cédéric Schmid, Gemeinderat Othmarsingen, und Michèle Andres, Gemeinderätin Niederlenz, bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Cristina Ogul, Gemeinderätin Fahrwangen. Christine Iten übernimmt neu das Präsidium des Gemeindeverbands SDRL.

Im Mittelpunkt des Abends stand auch die Verabschiedung von Josef Niederberger. Die Geschäftsleitung würdigte ihn als stillen Macher, der sich nie in den Vordergrund gestellt habe, dessen Einsatz für den Verband aber prägend gewesen sei. Franziska Haltinner, Vorsitzende der Geschäftsleitung, nahm in ihrer Abschiedsrede Bezug auf eine Anekdote über den amerikanischen Dirigenten Leonard Bernstein: Ohne die zweite Geige gebe es keine Harmonie. Dieses Bild passe zu Josef Niederberger, der zuverlässig, gewissenhaft und mit grossem Engagement im Hintergrund gewirkt habe.

Würdigung eines stillen Machers

Niederberger sei überzeugt gewesen, dass der Gemeindeverband der richtige Weg sei, um die vielfältigen und komplexen Aufgaben im Kindes- und Erwachsenenschutz gemeinsam zu tragen. Viele Abende und Wochenenden habe er für den Verband aufgewendet. Für die Geschäftsleitung sei er ein präsenter und offener Ansprechpartner gewesen, auf den man sich habe verlassen können.

Auch Nadia Negro, Gemeinderätin von Egliswil und Vorstandsmitglied, würdigte seine ruhige Art, seine Geduld und seine Fähigkeit, den Vorstand auch in anspruchsvollen Momenten wieder auf die gemeinsame Sache zu fokussieren.

Josef Niederberger blickte seinerseits mit Dankbarkeit auf seine Zeit beim SDRL zurück. Besonders prägend seien in den vergangenen sechs Jahren als Präsident die Corona-Zeit, die Standortsuche unter dem Stichwort «Alles unter einem Dach» sowie die Rekrutierung einer neuen Geschäftsleitung gewesen. Er dankte den Verbandsgemeinden, dem Vorstand, der Geschäftsleitung und dem SDRL-Team für die gute Zusammenarbeit.

Für die Zukunft wünschte Niederberger dem Gemeindeverband Stabilität und Solidarität unter den Verbandsgemeinden sowie dem SDRL-Team viel Freude am neuen gemeinsamen Standort. Persönlich freut er sich nun auf mehr Zeit mit seiner Frau und seinen drei Enkelkindern.

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