«Niederlenz unter Strom» lädt zum Energiespaziergang

Niederlenz: Ob Erdwärmesonde, Solaranlage, Windturbine oder Wärmepumpe – Möglichkeiten, im Eigenheim die Energieeffizienz zu erhöhen, gibt es viele. Auf einem Rundgang, organisiert von der Gruppe «Niederlenz unter Strom», zeigen fünf Niederlenzer Eigenheimbesitzer ihre Bemühungen für energieeffizienteres Wohnen. Der Energiespaziergang ist Teil der schweizweit durchgeführten Aktion «Tage der Sonne».
Am Krähenweg 2 zum Beispiel kommt die Wärme aus dem Boden. Eine 220 Meter tief in der Erde verankerte Erdwärmesonde produziert das heisse Wasser für den Haushalt. An der Wildeggerstrasse 2 sorgt im Mehrfamilienhaus Solarwärme für vorteilhafte Warmwasserkosten in insgesamt 10 Wohnungen.
An der Alten Wildeggerstrasse 3 senkt eine Windturbine auf dem Garagendach die Stromkosten. Und an der Hauptstrasse 49 ermöglicht eine Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach während den meisten Monaten im Jahr einen autarken Betrieb des Niedrigenergie-Haushalts.
Anhand von konkreten Messdaten erfahren die Besucher des Energiespaziergangs die effektiv möglichen Leistungen der verschiedenen Geräte am individuellen Eigenheimbeispiel. Veranschaulicht werden beispielsweise Gut- und Schlechtwetterunterschiede, vermiedene Kohlendioxid-Emissionen oder die jährlich mögliche Energieproduktion im Vergleich zum Energiebedarf. «Wir wollen Hausbesitzern aufzeigen, was im Eigenheim alles möglich ist, aber auch, wo die Grenzen sind», sagt Mitglied von «Niederlenz unter Strom» und Gemeindeammann Jürg Link.
Dabei sollen auch die Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten zur Sprache kommen, sagt Link. Mit dabei ist der kantonale Energieberater, der Fragen ebenfalls beantworten kann. Am Rundgang erhalten die Teilnehmer eine Dokumentation zu den gezeigten Beispielen.
Auswirkungen auf Hausbesitzer
«Wir wollen Mut machen zur Veränderung», erklärt Link den Zweck des Spaziergangs. Veränderung wird für Eigenheimbesitzer auch aufgrund des neuen Energiegesetzes früher oder später zum Thema.
Im Mai 2017 setzte das Schweizer Stimmvolk mit einem «Ja» zum Energiegesetz den Startschuss zur Energiewende. Das erste Massnahmepaket der Energiestrategie hat auch Auswirkungen auf Hausbesitzer.
Vorgesehen ist unter anderem eine Erhöhung der Energieeffizienz von Häusern und Fahrzeugen sowie eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien bis im Jahr 2035. (ms)
Samstag, 5. Mai, 13.30 Uhr, Treffpunkt an der Ecke Krähenweg 2 / Herrengasse, Niederlenz. Der Energiespaziergang dauert rund drei Stunden und findet bei jeder Witterung statt.



