Neuer Radweg von Staufen nach Seon

Zwischen Staufen und Seon fehlt ein Radweg. Der Kanton Aargau als Bauherr hat nun das Projekt angepackt und öffentlich aufgelegt. Der Baubeginn ist noch offen.

Längst erwartete Profile: Radroute Staufen–Seon hilft mit, das kantonale Netz zu verdichten. Foto: AG
Längst erwartete Profile: Radroute Staufen–Seon hilft mit, das kantonale Netz zu verdichten. Foto: AG

Auf die direkte Verbindung Staufen–Seon haben sich die Velofahrer schon lange gefreut. Denn die Fahrt mit dem Velo auf der Kantonsstrasse Lenzburg–Seon erweist sich als recht gefährlich. Alternativ können einzig das Wil oder der Umweg über Schafisheim–Bettental benützt werden. Nun hat der Kanton Aargau als Bauherr das Projekt Staufen–Seon ausarbeiten lassen. Die Route soll von Velofahrern, Fussgängern und von landwirtschaftlichen Fahrzeugen benutzt werden können. Das Büro Gruner Ingenieure AG, Aarau, im Auftrag des Kantons, hat das Projekt in drei Abschnitte unterteilt. Dies aus einem einfachen Grund: Verzögerungen durch Einwendungen sollen nicht das gesamte Projekt blockieren. Die Route beginnt ausgangs Staufen auf dem alten Seenerweg, endet im Baugebiet Ziertal Seon und misst 2354 Meter. Die Route wird drei Meter breit gebaut und mit einem Belag versehen. Randabschlüsse, eine Entwässerung und eine Beleuchtung sind nicht vorgesehen.

Ersatzaufforstungen erforderlich

Die geplante Radroute führt teilweise durch Wald. Der durch die Bauarbeiten vorübergehend genutzte Waldboden wird wieder angepflanzt. Definitiv gerodeter Waldboden ist ersatzweise aufzuforsten. Vorgesehen sind zwei Standorte, einerseits am Aabach im Gemeindebann Egliswil und anderseits im Seoner Berg. Soweit nicht bestehende Flurwege benützt werden können, ist Land zu erwerben. Im Kostenvoranschlag addieren sich die Landerwerbskosten auf 146500Franken. Die Radroute, ab dem Bahnübergang im Tafet parallel zum Seetalergleis führend, wird als eigenständige Parzelle geformt. Unbekannt ist der Baubeginn, hingegen dürfte die Bauzeit weniger als ein Jahr betragen. Im 17-seitigen technischen Bericht werden die Baukosten mit 3,6 Mio. Franken ausgewiesen. Am 16. Januar 2001 hat der Grosse Rat das kantonale Radroutennetz im Richtplan festgesetzt. Seither sind laufend Projekte ausgeführt worden. Das Netz nähert sich dem Abschluss. Doch im Seetal gibt es immer noch beachtliche Lücken. Beispielsweise zwischen Seon und Birrwil sowie zwischen Seengen und Meisterschwanden.

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