Neue Hallen für den Sportbetrieb

Geplante Doppelsporthalle: Der Neubau wird hinter der Schulanlage im Bildvordergrund zu stehen kommen. Foto: Alfred Gassmann
Geplante Doppelsporthalle: Der Neubau wird hinter der Schulanlage im Bildvordergrund zu stehen kommen. Foto: Alfred Gassmann

Staufen: Allein 2019 ist die Gemeinde um 540 Einwohner mitsamt Schulkindern gewachsen. Dieses Wachstum des Dorfes hat Auswirkungen. Am 26. August stimmt die Gemeindeversammlung über eine neue Doppelsporthalle ab. 

In Staufen sind zusätzliche Sporthallen nötig, da die vorhandene Turnhalle ausgelastet ist und den künftigen Raumbedarf nicht abzudecken vermag, lässt sich der Einladung zur Gemeindeversammlung entnehmen. Der Gemeinderat rechnet vor: Bis in drei Jahren schwellen die 10 Primarklassen und 4 Kindergartenabteilungen auf 13 bis 14 Primarklassen und 5 Kindergartenabteilungen an.

Kommt hinzu, dass die Sportvereine für ihre Jugendabteilungen und Aktivmitglieder attraktive Trainingsbedingungen bieten möchten. Nun liegt ein abstimmungsreifes Projekt vor.

Die Wahl des Standortes ist mittels Masterplanung gefunden worden, und zwar im Süden der Schulanlage, rückwärtig versetzt von der Ausserdorfstrasse. In einem Gesamtleistungswettbewerb siegte das Projekt «Camelidae» des Generalunternehmens Frutiger AG aus Gümligen BE und der Müller Verdan Architekten aus Zürich.

Baukosten 8,7 Millionen Franken

«Das Projekt ist ortsbaulich, architektonisch und funktional sehr überzeugend», ist im Jurybericht nachzulesen. Architektin Dominique Verdan vom Büro Müller Verdan Architekten, Zürich, doppelt nach: «Für uns ist es wichtig, ein Objekt zu schaffen, das Identität stiftet und den Menschen im Gedächtnis bleibt.»

Das Siegerprojekt unterscheidet sich konzeptionell völlig von den anderen fünf Projekten und hat verdient gewonnen. Der Neubau eignet sich neben dem Schulsport unter anderem auch für Hallenfussball, Volleyball, Badminton und Basketball. 

Ökologie wird grossgeschrieben. Das Regenwasser wird in den Kreislauf integriert. Die Doppelsporthalle wird an den Nahwärmeverbund angeschlossen und das Dach soll mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden. Das bewusst stark in den Boden versenkte Gebäude mit den grauen Eternitschindeln kostet 8,7 Millionen Franken. Die Bagger sollen im Sommer 2021 auffahren und zur Einweihung wird im Sommer 2022 geladen. 

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