Moderne Melioration beschlussreif

Der Gemeinderat Othmarsingen beantragt der Einwohnergemeindeversammlung vom 17. November, das Vorhaben Moderne Melioration einzuleiten und durchzuführen. Das Traktandum wurde minutiös vorbereitet.

Wird 10 bis 15 Jahre dauern: Othmarsingen will Moderne Melioration als Gemeinschaftswerk anpacken. Foto: Alfred Gassmann
Wird 10 bis 15 Jahre dauern: Othmarsingen will Moderne Melioration als Gemeinschaftswerk anpacken. Foto: Alfred Gassmann

An der Einwohnergemeindeversamm- lung entscheiden die Teilnehmenden über die Frage, ob in Othmarsingen eine Moderne Melioration eingeleitet und durchgeführt werden soll. Die Rede ist gar von einem Jahrhundertprojekt. Im August 2013 erteilte der Gemeinderat der Flury Planer + Ingenieure AG den Auftrag, die Vorplanung für eine Moderne Melioration zu erarbeiten. Die Vorplanung wurde gemeinsam mit der breit abgestützten Begleitgruppe durchgeführt und vom 6. Juni bis zum 5. Juli diesen Sommer öffentlich aufgelegt. Einerseits wurde die Möglichkeit geboten, Einwendungen zum Perimeter zu erheben, anderseits konnte sich jedermann im Sinne einer Mitwirkung zur Vorplanung schriftlich äussern. Eingetroffen sind 18 Einwendungen und sieben Mitwirkungen. Diese Eingaben sind zwischenzeitlich behandelt worden. Sieben Einwendungen konnten gutgeheissen werden, will bedeuten, sieben Parzellen wurden begründet aus dem Perimeter entlassen. Acht Einwendungen wurden abgewiesen oder anders gesagt, die Parzellen der Einwender verbleiben im Perimeter. Auf drei Einwendungen konnte aus diversen Gründen nicht eingetreten werden. Die sieben Mitwirkungen bleiben aufrecht und werden in den weiteren Verfahrensschritten behandelt. Mit allen Einwendern und Mitwirkenden wurden Gespräche geführt und damit Vertrauen geschaffen.

Unersetzliches Angebot von Bund und Kanton

Eine Moderne Melioration ist ein bewährtes, gesamtheitliches Grossprojekt, um den ländlichen Raum zu gestalten, zu fördern und zu entwickeln. Der Othmarsinger Perimeter umfasst eine Fläche von über 140 Hektaren. Angestrebt werden optimierte Parzellen, ein zweckmässiges Wegnetz, instandgestellte Entwässerungsanlagen, Massnahmen für den Hochwasserschutz sowie ökologische Elemente, um die Landschaft und die Natur aufzuwerten. Die Gesamtkosten sind mit von 3,77 Millionen Franken ermittelt. Bund und Kanton werden je 34% mittragen. Die Grundeigentümer müssten durchschnittlich 1700 Franken pro Hektare übernehmen und der Gemeinde verbleibt ein Anteil von 900000 Franken. Ohne die Melioration müssen viele der nötigen Massnahmen einzeln projektiert und ohne Subventionen von Bund und Kanton umgesetzt werden. Packt das Dorf die Chance?

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