Mit Sophie von Erlach aufs Schloss spazieren

Industriedächer, Sophie-Tour, Standort C: Über die alten Industriedächer beim Lauégut ist der Blick frei auf das Schloss Wildegg. Foto: Peter Winkelmann
Industriedächer, Sophie-Tour, Standort C: Über die alten Industriedächer beim Lauégut ist der Blick frei auf das Schloss Wildegg. Foto: Peter Winkelmann

Möriken-Wildegg: Augmented und Virtual Reality machen es möglich: Mit dem Smartphone eine spannende Tour starten und Aargauer Industriegeschichte an den originalen Schauplätzen erleben.

IndustriekulTOUR Aabach ist der erste virtuelle Museumsraum im Kanton Aargau. Dieser lädt ein zu verschiedenen Touren am Aabach entlang vom Schloss Hallwyl über Seon, Lenzburg, Niederlenz bis nach Wildegg und hinauf aufs Schloss. Um das digitale Angebot zu nutzen, benötigt man die App «IndustriekulTOUR Aabach». Diese kann im App Store oder im Google Play Store heruntergeladen werden. 

Nach dem Download erscheinen die drei Einstiegsorte Seon, Lenzburg oder Wildegg. Die Inhalte der gewählten Tour können schon vorgängig heruntergeladen werden, und man erhält so einen Einblick in die einzelnen Tourabschnitte. Die vollständigen Inhalte öffnen sich dann erst vor Ort. 

Sophie-Tour aufs Schloss Wildegg

Es ist um das Jahr 1830. Sophie von Erlach-Effinger erreicht mit ihrer Kutsche das Dorf Wildegg. Sie entschliesst sich, die letzte Strecke zum Schloss zu Fuss zu gehen. 

Der LBA-Mitarbeiter hat sie «virtuell» begleitet. Sophie von Erlach kam am 6. Juni 1809 in Bern zur Welt, am 18. Juni des gleichen Jahres wurde sie in Schöftland getauft und starb am 11. Juli 1870 auf Schloss Wildegg. Verheiratet war sie mit Ludwig Rudolf Effinger.

Die Wanderung hat sieben Fixpunkte und startet beim Bahnhof Wildegg. Hier meldet sich Sophie von Erlach zum ersten Mal auf dem Handy und nimmt mit dem Wanderer Kontakt auf. Sie will immer wieder wissen, wie aufmerksam man die Route abläuft, und verlangt nach Antworten. Vom Bahnhof geht es durch die Bankgasse zur Hauptstrasse und nach der Bünzüberquerung südwärts entlang der Werkstrasse zum Hornikanal. Der Kanal wurde in den 1820er-Jahren erbaut und führt Wasser vom Aabach weg zur Energieversorgung, die beim Neubau der Weberei und später bei den Kupferdraht-Isolierwerken benötigt wurde.

Auf dem weiteren Weg begegnet Sophie von Erlach dem Fabrikbesitzer C. F. Laué, der einen Einblick in seine Villa und in sein Musterbuch, in dem er bunte Kattundrucke präsentiert, gewährt. 

Nach einem Abstecher zur Hellmühle, wo schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Bauern ihr Korn zum Mahlen brachten, geht es am Gasthof Bären vorbei die Hellgasse hoch.

Nun steigt der Weg an, und es ist gut, dass vom Smartphone weitere Infos zur spannenden Sophie-Tour folgen und eine kurze Verschnaufpause eingelegt werden kann. Dann sind es aber nur noch wenige Meter, und das Ziel ist erreicht – das Schloss Wildegg.

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