«Mit Schwung in die Zukunft»

Dintikon Seit 20 Jahren bereichert der Familienverein Rägeboge das Dorfleben. Das runde Jubiläum wurde jüngst gebührend gefeiert. Nach Abschluss der Festivitäten geht der Blick der Verantwortlichen bereits wieder in die Zukunft.

<em>Staunen inklusive:</em> Zauberer Selim Tolga überraschte Kinder und Eltern immer wieder mit seinen Kunststücken. Foto: Ruedi Burkart
<em>Staunen inklusive:</em> Zauberer Selim Tolga überraschte Kinder und Eltern immer wieder mit seinen Kunststücken. Foto: Ruedi Burkart

Zaubervorführung und Tischzauberei von Selim, Kinderschminken, Fantasiegestalten aus Ballons, dazu feine, selbst zusammengestellte Pizze – das Jubiläumsfest bei der Mehrzweckhalle war ein einziges grosses Familientreffen. «Wir wurden förmlich überrannt», bilanzierte «Rägeboge»-Vereinspräsidentin Nadia Caruso. Der Pizzaofen glühte stundenlang, schliesslich gingen rund 200 Pizze über die Theke. Erst eine halbe Stunde vor Mitternacht waren die Organisatorinnen mit ihrer Arbeit fertig. Caruso: «Es war ein langer Tag. Aber es hat viel Spass gemacht.» Seit acht Jahren arbeitet die zweifache Mutter im Vorstand, an der diesjährigen Generalversammlung übernahm sie den Posten der Präsidentin.

Der «Rägeboge» versteht sich als aktiven Verein, der zahlreiche Events organisiert und durchführt. Besonders am Herzen liegt den Verantwortlichen die Sicherheit der Kleinsten auf dem Schulweg. Wegen des Mangels an Fussgängerstreifen im Dorf werden jedes Jahr während der Sommerferien farbige Blumen auf den Asphalt gemalt, genau dort, wo die Kinder die Strasse queren müssen. «Den Kindergartenkindern geben wir neben einem kleinen Geschenk einen Brief für die Eltern mit, in welchem wir Sinn und Zweck dieser aufgemalten Blumen erklären», sagt Caruso. Die Blumen seien kein Ersatz für Fussgängerstreifen, sondern sollen den Kindern helfen, sich auf dem Schulweg zu orientieren und vor allem die Autofahrer zu sensibilisieren.

Holpriger Start

Mitte der 1990er-Jahre konnten junge Eltern einmal monatlich die Mütter-und Väterberatung im Dintiker Gemeindesäli besuchen. «Damals gab es genügend Zeit, sich auszutauschen», blickt Initiantin Mäggi Bärtschi zurück, «und die Idee von einem Eltern-Kinder-Treff kam erstmals auf.» Dieser «Spatzentreff» brauchte eine neue Unterkunft. Und weil nur eingetragene Vereine das Gemeindesäli mieten durften, schritt man im April 1998 kurzerhand zur Gründung des Vereins Rägeboge. Mit Mäggi Bärtschi als Präsidentin an der Spitze und 13 Mitgliedern startete man optimistisch in die Zukunft. Doch die erste Zeit war nicht einfach für den jungen Verein, es seien immer wieder kritische Kommentare gefallen. Mit der Zeit fand der «Rägeboge» allerdings die gewünschte Akzeptanz im Dorf. Auch weil er sich stets innovativ zeigte und immer wieder vielseitige Anlässe durchführte. Der beliebte Jugendtreff musste nach fünf Jahren aus finanziellen Gründen wieder aufgegeben werden. Trotzdem ist die Gründungspräsidentin «stolz, dass wir damals etwas Wunderbares für Kinder und Familien ins Leben gerufen haben. Und dass unser Verein dank den neuen, jungen Leuten an der Spitze mit Schwung in die Zukunft gehen kann».

Hinweis: Weitere Informationen sind zu finden im Internet unter www.vereinraegeboge.ch.

Demnächst

8. bis 11. November: Kerzenziehen. Altes Feuerwehrmagazin bei der Schule

13. November: Lichterumzug (Verschiebedatum 15. November)

21. November: Weihnachtsbasteln in der Mehrzweckhalle

1. bis 24. Dezember: Adventsfenster erleuchten das Dorf – es werden noch Teilnehmer gesucht

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