Mit Leidenschaft zu Spitzenzeiten
Wer sich im Spitzensport etablieren will, braucht sehr viel Wille, Selbstdisziplin und vor allem Ausdauer. Ausdauer braucht es auch beim Eisschnelllauf über die verschiedenen Distanzen.

Ramona Härdi aus Möriken gewann im Dezember 2016 an den Schweizer Meisterschaften im Eisschnelllauf über alle vier Distanzen (500/1500/3000 und 5000 Meter) jeweils die Goldmedaille, dazu logischerweise auch Gold im Vierkampf. Und die 20-jährige Ramona setzte am 25. Februar 2017 auf der Eisbahn im deutschen Inzell noch einen drauf: Bei 4.27,53 Minuten blieb die Uhr stehen, womit die rasende Konstrukteurin die Limite für die Teilnahme am ISU-Weltcup für die Saison 2017/2018 unterboten hatte. Mit der Qualifikation für die Teilnahme am Weltcup schaffte sie auch die erste Hürde für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea.
Eisschnelllauf ist in der Schweiz nicht unbedingt eine bevorzugte Sportart, es fehlen auch geeignete Trainingsmöglichkeiten dazu. Die besten Trainingsmöglichkeiten findet Ramona im Ausland. Darum fährt sie mit ihren Kaderkolleginnen und -kollegen in die Eishalle nach Inzell (D) und nimmt regelmässig eine fünfstündige Hinfahrt in Kauf – und natürlich wieder zurück.
Ein Dankeschön den Sponsoren
Vor kurzem nun lud Ramona Härdi alle Sponsoren, ihre Eltern, Helfer und Gönner zu einem Dankeschön-Apéro in den Aarehof in Wildegg ein. Auf der Leinwand waren Bilder von ihren Einsätzen zu sehen. «Das letzte Jahr brachte viele Hochs, aber manchmal war ich auch unzufrieden», fasste Ramona die abgelaufene Saison zusammen, «aber die fünf Goldmedaillen und die Qualifikation für den Weltcup überragen alles.»
Am 9. April feierte Ramona ihren 20. Geburtstag, im Mai findet die Lehrabschlussprüfung als Konstrukteurin statt, und die Vorbereitungen auf die neue Eislaufsaison laufen nonstop weiter. «Ich freue mich auf eine neue Herausforderung», verriet sie weiter.
Nun möchte sie als Halbprofi ihre Karriere mit Ziel Olympia 2022 längerfristig planen. «Dazu werde ich in der Nähe von Inzell wohnen und mit der österreichischen Nationalmannschaft noch intensiver trainieren», erzählte sie mehr über die geplante Zukunft. Der Dank galt darum ihren Sponsoren, aber auch das private Umfeld bekam ein herzliches Dankeschön. Neue Sponsoren sind natürlich immer willkommen, welche Möglichkeiten dazu bestehen, erfährt jedermann auf der Homepage von Ramona (www.ramonahaerdi.ch).
Stark und motiviert
Ramona Härdi ist eine starke und motivierte Person, ihr Durchhaltewille ist seit vielen Jahren bewundernswert. «Was Ramona alles auf sich nimmt für den Spitzensport, überrascht mich immer wieder», sagte ihr Grossvater Lorenz Caroli, «das habe ich so nie geschafft.» Auch er war ein starker Leichtathlet.
Wer einmal mit Ramona Härdi im Sommer auf Inlineskates trainieren und vielleicht auch mal so erfolgreich werden will, kann das in einem Kurs der Freizeitwerkstätte Möriken-Wildegg (www.fzw-moewi.ch). 6- bis 15-Jährige können mit Ramona lernen, wie man sicher skatet und dabei noch viel Spass haben kann.



