Mit fünf Goldmedaillen in der Tasche zurückgekehrt

An den Schweizer Meisterschaften im Eisschnelllauf in Innsbruck war Ramona Härdi aus Möriken der Konkurrenz hoch überlegen und gewann fünf Goldmedaillen.

Ramona Härdi auf Erfolgskurs. (zVg)
Ramona Härdi auf Erfolgskurs. (zVg)

Da in der Schweiz keine Eisschnellbahn vorhanden ist, konnte sich das Schweizer Kader den Österreichern anschliessen, die ihre Meisterschaften in Innsbruck abhielten. Ramona Härdi aus Möriken war Siegerin in den vier Einzeldisziplinen 500 m, 1500 m, 3000 m und 5000 m. Damit hatte sie die Goldmedaille auch im Vierkampf (Allround) auf sicher.

Für die neunzehnjährige Ramona Härdi ist dieser Erfolg eine Bestätigung ihrer intensiven Vorbereitungen. Neben ihrer anspruchsvollen Lehre als Konstrukteurin hat sie ein aufwendiges Trainingsprogramm. Schon früh war sie eine begeisterte und erfolgreiche Inlineskatefahrerin. Sie konnte sich für die Teilnahme an Europameisterschaften qualifizieren. Da ihre Sportart im Winter nur eingeschränkt ausgeführt werden konnte, versuchte sie es auf Kufen. Es gefiel ihr so gut, dass der Eisschnelllauf zu einer Leidenschaft wurde. Schnell kam sie ins Junioren-Nationalkader. Mit ihrer Bestzeit bei ihrer Paradedisziplin 3000-Meter-Lauf kam sie unter die Top 30 der Welt und durfte im Frühjahr an den Junioren-Weltmeisterschaften im chinesischen Changchun teilnehmen. Nun ist sie auch in der Kategorie Damen Elite an vorderster Stelle angelangt. Damit sie ihre Resultate verbessern und sich auch international mit den Besten messen kann, ist sie regelmässig in Inzell in der Eishalle anzutreffen. Dort bestehen gute Trainingsmöglichkeiten. Mit ihren Kaderkollegen nimmt sie die fünfstündige Reise gerne in Kauf. Trotz des intensiven Trainings vernachlässigt sie die Vorbereitungen auf den bevorstehenden Lehrabschluss nicht. Da sie auch nachher Spitzensport betreiben will, lotet sie jetzt schon die Möglichkeiten aus, Beruf und Sport unter einen Hut zu bringen. (lc)

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