«Mister Abwasser» verabschiedet
Auf dem Gelände der rückgebauten Abwasserreinigungsanlage ARA Lotten in Rupperswil wurde Franz Bitterli als bisheriger Präsident des Abwasserverbandes Lotten feierlich und mit grossem Dank entlassen.

Die Gründe sind zahlreich, um auf das Wirken von Franz Bitterli als bisheriger Präsident des Abwasserverbandes Lotten dankbar zurückzublicken. Die Abwässer der drei Lotten-Gemeinden Rupperswil, Schafisheim und Hunzenschwil fliessen seit dem 1. Juli 2016 nach Wildegg, die ARA Lotten in Rupperswil ist rückgebaut und der Abwasserverband Lotten ist mit dem Abwasserverband Region Lenzburg verheiratet worden. Der Abwasserverband Lotten besteht weiterhin, allerdings stark reduziert an Aufgaben und an Vorstandsmitgliedern.
Dieser setzte einen Schlusspunkt, um das Engagement von Franz Bitterli, Präsident vom 5. Januar 1994 bis Silvester 2017, zu würdigen. «Für mich bist du Mister Abwasser und ein Glücksfall», lobte ihn André Kreis, Vizeammann Schafisheim. Bitterli durfte einen grossen Dank entgegennehmen für seine gelebte Leidenschaft für die drei Lotten-Gemeinden. «Du hast bewiesen, dass es sich lohnt, sich in etwas zu verbeissen, und dabei sehr gute Ergebnisse erzielt.»
Die Abwasserreinigung für die drei Lotten-Gemeinden war ihm ans Herz gewachsen, führte André Kreis in der neuen Druckstation weiter aus. Betont wurde auch seine umsichtige Personalpolitik. Der letzte der drei Klärmeister auf der ARA, Roman Bieri, ist heute Betriebsleiter in Wildegg. Bitterli hat die Mitarbeitenden immer gefördert und zur Weiterbildung motiviert.
Faszination Abwasserreinigung
Warum Franz Bitterli 24 Jahre dem Verband als Präsident vorstand, schreibt er selber der Faszination zu, wie Abwässer wieder sauber werden. «Ich konnte einfach nie aufhören, laufend wurden verbesserte Verfahren bekannt und die Reinigung konnte gesteigert werden», blickte Bitterli zurück und erwähnte auch die tolle Zusammenarbeit im Vorstand. André Kreis, der neue Präsident des Abwasserverbandes Lotten, überreichte dem Scheidenden einen Gutschein für einen Aufenthalt im neuen Bürgenstock Hotel & Alpine Spa. Womöglich wird Franz Bitterli in der Badelandschaft feststellen, dass das Badewasser nicht viel sauberer daherkommt als das Wasser, das nach der Reinigung in Wildegg der Aare zugeleitet wird.



