Mehr Natur im Holderbanker Wald
Im «Hinterholz» Holderbank ist das bestehende Naturwaldreservat um eine Fläche von 3,18 Hektaren erweitert worden. Am vergangenen 12. Dezember wurde der ausgehandelte Vertrag unterzeichnet.

Neu umfasst das Naturwaldreservat im «Hinterholz» eine Fläche von sechs Hektaren. Die Vertragsdauer beträgt fünfzig Jahre, d. h. bis 31. Dezember 2066. Die Einwohnergemeinde Holderbank als Waldeigentümerin wird für die ganze Vertragsdauer pauschal mit 12000 Franken entschädigt.
Das Ziel von Naturwaldreservaten ist, dass auf den bezeichneten Waldflächen ohne menschliche Eingriffe unbeeinflusste Alterungs- und Zerfallsprozesse ablaufen können. Damit entstehen Lebensräume, insbesondere für diejenigen Tier- und Pflanzenarten, welche auf alte und absterbende Bäume sowie auf totes Holz angewiesen sind. Im Vertrag ist festgehalten, dass sich die Waldeigentümerin im Waldstück in Richtung Schinznach Bad verpflichtet, auf jegliche Holznutzung und auf Pflegeeingriffe zu verzichten und der natürlichen Entwicklung freien Lauf zu lassen. Auch tote Bäume und Äste sind im Wald zu belassen. Am 12. Dezember konnten Gemeindeammann Herbert Anderegg, Gemeindeschreiberin Ruth Fischer und Kantonsoberförster Alain Morier den ausgehandelten Vertrag unterzeichnen.
3400 Hektaren im Aargau für die Natur und die Artenvielfalt
Im Kanton Aargau befindet sich eine Waldfläche von 49000 Hektaren. Das seit 1996 laufende kantonale Naturschutzprogramm Wald hat zum Ziel, rund 7% der Waldfläche, oder 3400 Hektaren, vorrangig für die Anliegen der Natur und der Artenvielfalt zu schützen und aufzuwerten. Der Kanton strebt für die freie Waldentwicklung 5% Naturwaldreservate und 2% Altholzinseln an. Die aus Sicht des Naturschutzes besonders wertvollen Waldflächen im Aargau wurden zwischen 1989 und 1994 kartiert. Die Ausscheidung des Naturwaldreservats im «Hinterholz» in Holderbank basiert auf dieser Kartierung.



