Massarbeit dürfte sich lohnen

Zu schmal: Der Blumenrain in Othmarsingen muss verbreitert werden. Foto: AG
Zu schmal: Der Blumenrain in Othmarsingen muss verbreitert werden. Foto: AG

Im Gebiet Schulrain, Blumenrain, Waaggasse in Othmarsingen sollen einzelne Parzellen oder Teile davon verkehrstechnisch ausreichend erschlossen werden. Der Erschliessungsplan Blumenrain bringt massgeschneidert die planerische Lösung.

Der Anstoss für das Planwerk kam von Grundeigentümern. Sie wollen Baulücken schliessen, die Bauzone verdichten und sie somit haushälterischer nutzen. Mit dem Erschliessungsplan Blumenrain soll der Bedarf an Strassenflächen aufgezeigt werden. Dieser liegt noch bis zum 13. Februar öffentlich auf.

Das vier Hektar grosse Planungsgebiet, überwiegend der Bauzone W2 zugeordnet, wird begrenzt durch den Schulrain, den Bünzweg, die Waaggasse, den Heuerweg und die Schulstrasse. An vier Stellen zeigt der Erschliessungsplan Lösungen mit Bau- und Strassenlinien auf. Beim Blumenrain, Schulrain und bei der Stichstrasse im Bereich Waaggasse/Heuerweg werden die notwendigen Verkehrsflächen mit Strassenlinien gesichert. Um die Fläche beim Obstgarten erschliessen zu können, drängt sich eine erweiterte und teilweise vollständig neue L-förmige Stichstrasse auf. Kern des Planwerks bildet der Blumenrain. Dieser Strassenzug, an der engsten Stelle lediglich 2,5 Meter breit, genügt den Anforderungen an eine hinreichende Erschliessung nicht und muss zwingend verbreitert werden.

14 Eingaben im Mitwirkungsverfahren

Der Planungsperimeter ist weitgehend überbaut. Nicht von ungefähr stand das Planungsbüro BCAG Bremgarten mit Planerin Anja Anderer vor einer heiklen Aufgabe. Im November bis Dezember 2016 lag der Entwurf des Erschliessungsplans im Sinne der Mitwirkung öffentlich auf. Am 23. November 2016 orientierten der Gemeinderat und das Planungsbüro umfassend über das Planwerk.

Die Behörden mussten von den Grundeigentümern trotzdem 14 Eingaben entgegennehmen. In der Folge befassten sich der Gemeinderat und das Büro BCAG mit den Eingaben sowie mit der Stellungnahme der kantonalen Fachstellen. Gesucht wurden optimale Lösungen zwischen den öffentlichen und verschiedenen privaten Interessen.

Nun liegt es vor, das massgeschneiderte Planwerk. «Es handelt sich um eine für alle Betroffenen faire Vorlage», ist Gemeindeammann Hans Rätzer überzeugt und er hofft, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Die kantonale Abteilung Raumentwicklung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt kann jedenfalls hinter dem Erschliessungsplan stehen. Nach der Rechtskraft des Planwerks dürfte bis zum Bau einzelner Strassenabschnitte wohl nicht mehr allzu viel Zeit verstreichen.

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